Ist eine Nahrungsergänzung bei MS sinnvoll?

Als erstes möchte ich hierzu sagen, dass ich nur meine persönlichen Erfahrungen über Nahrungsergänzung teile. Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln solltest du dich von einem Arzt oder Heilpraktiker unterstützen lassen, wenn du höhere Dosen einnehmen möchtest. Und  du solltest auf jeden Fall regelmäßige Blut Kontrollen durchführen lassen, damit es nicht zu einer Überdosierung kommt! 

Nahrungsergänzung

Seit einiger Zeit nehme ich zur Nahrungsergänzung Vitamin D. Bei einer Blutuntersuchung im letzten Herbst hat mein Hausarzt festgestellt, dass mein Vitamin D Spiegel sehr niedrig war. Die Wintermonate und das fehlende Sonnenlicht haben sicherlich auch Ihren Teil dazu beigetragen. Aber auch in vielen Lektüren zum Thema MS liest man immer wieder, dass Vitamin D sehr wichtig für MS-Patienten ist. Vitamin D kann der Körper nicht selbst herstellen und muss daher von Außen zugeführt werden. Über die Nahrung ist das kaum möglich.

Update 31.12.2019: Mittlerweile bin ich auf eine regelmäßige bzw. tägliche Einnahme von Vitamin D + K2 Tropfen umgestiegen. Diese haben besser dazu beigetragen meinen Vitamin D Spiegel konstant zu halten, als die Produkte aus der Apotheke. Hier habe ich einen ausführlichen Artikel zu Vitamin D geschrieben. 

Omega-3 Fettsäuren

Für den Organismus sind Omega-3 Fettsäuren, besser gesagt das Gleichgewicht zwischen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, sehr wichtig damit der Körper gesund bleibt.

Da wir mit unserer Ernährung hauptsächlich Omega 6-Fettsäuren aufnehmen, sollten wir darauf achten genügend Omega 3-Fettsäuren zu uns zu nehmen. Diese sind in Fettfisch (Lachs, Makrele) oder in Leinöl, Walnüssen und Raps enthalten. Bei unserer täglichen Ernährung sollten wir darauf achten, ein Gleichgewicht dieser beiden essentiellen Fettsäuren herzustellen. Omega 3 Fettsäuren wirken entzündungshemmend und dienen dem Schutz des Herzens. Bei der Omega 6-Fettsäure ist genau das Gegenteil der Fall, und wirkt eher fördernd für die Entzündungsprozesse im Körper. Viele Empfehlungen lauten, Omega 3-Fettsäuren in Form von täglich einem TL Leinöl oder 2-mal wöchentlich Fettfisch zuzuführen.

Überall in unserem Körper werden Omega 3-Fettsäuren benötigt, beispielsweise für:

  • die Produktion von Hormonen
  • die Eiweißsynthese
  • den Zellstoffwechsel
  • die Versorgung der Gelenke mit Schmierstoff
  • die Vermeidung von Entzündungen
  • die Feuchtigkeit und Spannkraft von Haut und Haaren
  • die Bildung der körpereigenen Abwehrzellen
  • den Schutz vor Infektionskrankheiten

Omega 3-Fettsäuren reduzieren die Entzündungsvorgänge im Körper

Omega-3 Fettsäuren bringen das Hormonsystem wieder ins Gleichgewicht und stärken das Immunsystem. Durch die sinkenden Entzündungswerte im Blut sinkt auch das Risiko für Erkrankungen wie Arthritis, Diabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck und Multiple Sklerose. Bei bereits entstandenen Erkrankungen, kann sich die Einnahme von Omega 3-Fettsäuren positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.

Update: 31.12.2019: Hier habe ich noch einen ausführlichen Bericht zum Thema Fette geschrieben – dieser ist sicher auch interessant für dich.

Seit einiger Zeit bereite ich mir morgens eine Portion Quark oder Körnigen Frischkäse mit Heidelbeeren, etwas Zimt und einem Teelöffel Leinöl zu. Außerdem verwende ich für meinen herzhaften Quark, bspw. Kräuterquark oder auch mein Salatdressing etwas Leinöl. Leinöl hat einen sehr eigenen Geschmack, den man aber prima mit Zimt oder anderen Gewürzen überdecken kann. Außerdem versuche ich zwei mal in der Woche Fisch zu essen. Unter der Woche klappt das leider nicht so gut, da ich aufgewärmten Fisch nicht mag.

Um aber ein gutes Gleichgewicht dieser beiden Fettsäuren zu erhalten, nehme ich täglich 2 Kapseln Omega-3 Fischöl als Nahrungsergänzung. Diese kannst du in der Drogerie oder auch in der Apotheke kaufen. Diese Kapseln sind auch eine gute Unterstützung für Menschen, die keinen Fisch mögen.

Update 31.12.2019: Mittlerweile bin ich auf sie Produkte von Naturalie umgestiegen. Diese haben eins ehr gutes Verhältnis von EPA und DHA.

Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, da es bei einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen beteiligt ist.

Außerdem nehme ich noch 10-15 mg Zink als Nahrungsergänzung zu mir.  In der kalten Jahreszeit, nehme ich etwas mehr um das Immunsystem noch besser zu unterstützen. Die Empfohlene Tagesdosis liebt bei Frauen bei 10 mg und bei Männern bei 16 mg pro Tag. Zink ist wichtig für das Wachstum, die Haut, die Eiweißsynthese und natürlich für das Immunsystem.

Die Abwehrzellen unseres Körpers benötigen Zink, die durch dessen Aufnahme gestärkt werden können. Das Eindringen von Viren wird damit erschwert und die Dauer von Erkältungen können verkürzt werden. Außerdem wirkt Zink antioxidativ, also freien Radikalen entgegen. Zink besitzt eine entzündungshemmende Eigenschaft und wirkt damit Hautkrankheiten und Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut entgegen.

Leider lässt sich nicht immer sagen, dass man einen Unterschied feststellt, da es sich um „versteckte“ Prozesse im Körper handelt. Aber ich fühle mich gut, fit und gesund. Solange ich jedoch keine negative Veränderung für mich feststelle, werde ich meine Nahrungsergänzung erst einmal weiter nehmen. Die nächste Blutuntersuchung und MRT Bilder werden zeigen, ob sich etwas verändert hat.

Bei der Aufnahme von Zink und auch Vitamin D solltest du vorher mit einem Arzt sprechen und evtl. vorher noch einmal dein Blut überprüfen lassen. Denn eine Überdosierung kann sich sehr schädlich auf den Organismus auswirken.

Nimmst du auch Nahrungsergänzungsmittel?
Ich freu mich auf deinen Bericht.

(Quelle: Zentrum der Gesundheit)