Diagnose MS – Wir alle brauchen Zeit das zu Verarbeiten!

Habt ihr schon mal mit dem Gedanken gespielt einfach mal auszubrechen? Raus aus dem Alltag, weg vom Job, raus aus den Routinen und negativen Gedanken.

In der letzten Zeit habe ich öfter mit diesen Gedanken gespielt. Es ist so viel passiert und man hatte nicht wirklich Zeit das alles zu verarbeiten. Egal ob schöne Dinge oder auch die vielen schlechten Sachen die geschehen sind.

Ich habe immer öfter das Gefühl, dass ICH zu kurz komme! Mein Inneres, meine Seele, mein Körper, meine Gedanken – das alles kommt zu kurz!

Wir leben in so einer schnelllebigen Zeit und die meiste Zeit des Tages sind wir im Büro, auf dem Weg dorthin und stehen unter Strom. Wir haben Erledigungen zu machen, Bank- oder Versicherungsdinge zu erledigen, müssen einkaufen, kochen und einen Haushalt führen. Natürlich gehören diese Dinge zu unserem Leben und ein Teil davon sichert unseren Lebensunterhalt.

Aber was passiert, wenn etwas dieses alltägliche Leben durcheinander bringt?

Eine Trennung, eine schlimme Diagnose, eine unheilbare Krankheit, der Tod eines geliebten Menschen, das Zerbrechen von langjährigen Freundschaften… Wie soll man all diese Dinge verarbeiten, wenn sich die Welt in gleichem Maße schnell weiter dreht? Und was ist mit den schönen Momenten? Wir können Sie auf Bildern festhalten aber wann haben wir Zeit uns diese anzusehen und uns bewusst an diese Zeit zu erinnern und uns an schöne Orte zurück zu denken?

 

Im Süden Frankreichs, in einem kleinen abgelegenen Häuschen, da ist mir all das noch bewusster geworden. Die Französische Gelassenheit, das unbeschwerte Leben. Über den Markt schlendern, im Café an der Ecke sitzen oder ein paar Stunden am Strand verbringen. All diese Dinge haben mich nachdenken lassen. Was will ich vom Leben? Wo will ich hin? Wo kann ich, ICH sein? Was ist das Richtige für mich? Was brauche ich?

Ich brauche nicht viel Geld, keine 100te Paar Schuhe oder teure Kleidung, keinen teuren Schmuck oder die ganzen Dinge die sich zu Hause in meinen Schränken wieder finden! Ich brauche diesen Ballast nicht!

Ich will einfach nur ICH sein!

Ich fahre also nach Hause mit einem Plan! Ballast loswerden! Ich werde mich von vielen vielen Dingen aus meinem Leben trennen und Freiraum für mein ICH schaffen!

Den ersten Schritt für mehr ICH habe ich vor meinem Urlaub getan. Ich habe einen Antrag auf Arbeitszeitreduzierung gestellt. Ich werde ab Januar weniger arbeiten um mehr Zeit für Dinge zu haben, dir mir gut tun. Dinge die mir Freude bereiten und die ich nur für mich tun kann!

Trotz diesem ersten kleinen Schritt lassen mich die Gedanken an eine Auszeit nicht los. Raus aus dem Alltag, weg vom Job und aus den Routinen ausbrechen – das will ich! Für mich!

2 Kommentare zu “Einfach Ausbrechen?”

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