Was ist eine Entzündung?

Eine Entzündung kann in nahezu allen Organen und Geweben des Körpers auftreten. Entzündungen sind nicht gleich etwas Schlechtes, was man bekämpfen muss, sondern eine natürliche Schutzwirkung des Körpers und dienen den Heilungsprozessen. Durch  eine Entzündung werden Krankheitserreger unschädlich gemacht oder Wunden geheilt. Mit einer Entzündungsreaktion reagiert unser Körper beispielsweise auf ein Splitter im Finger, eine Verbrennung oder eine Prellung.

Die Fünf Zeichen einer Entzündung

  • Rötung
  • Schmerz
  • Schwellung
  • Erwärmung
  • Eingeschränkte Gewebefunktion

Bei einer Entzündung machen sich nicht immer alle Zeichen bemerkbar, sie können sogar „lautlos“ verlaufen und werden dadurch nicht bemerkt und verursachen keine Beschwerden.

Akute Entzündungsreaktionen dienen dem Immunsystem als Waffe

Bei plötzlich auftretenden starken Entzündungsreaktionen, helfen dem Immunsystem sich gegen bspw. einen bakteriellen Infekt zu schützen. Diese verläuft schnell und geht mit den fünf Anzeichen einer Entzündung einher. Durch die Entzündung wird die Immunabwehr aktiviert und das Gewebe wird stärker durchblutet. Dabei werden vermehrt weiße Blutkörperchen gebildet und die Produktion entzündungsfördernder Zytokine erhöht. Diese greifen die Eindringlinge an und verringern die Belastung für den Körper. Anschließend wird das Gewebe repariert und die Entzündung klingt wieder ab. Eine akute Entzündung ist also ein wichtiger Heilungsprozess für den Körper. Läuft diese allerdings aus dem Ruder und setzt sich als chronischer Zustand im Körper fest, kann dies eine ganze Reihe an gesundheitlicher Beschwerden mit sich ziehen. Diabetes Typ 2, Alzheimer, Magen-Darm-Probleme, Gelenkentzündungen oder Herzkranzgefäßverengung können die Folge sein.

Chronische Entzündung – weitreichende Folgen für den Organismus

Eine chronische Entzündung ist eine lang anhaltende, aber mit evtl. schwächerer Entzündungsaktivität. Bei der chronischen Form muss der Körper dauerhaft gegen Entzündungsstoffe und Fremdkörper vorgehen. Es gibt kaum Erholungsphasen zur Regeneration. Die Entzündungsmarker im Blut bleiben somit dauerhaft erhöht und die Organe oder das Gewebe können geschädigt werden.

Stille Entzündungen – Silent Inflammation – werden nicht bemerkt und versetzen den Körper in dauerhafte Alarmbereitschaft

Bei der stillen Entzündung können die 5 Zeichen für einen Entzündungsprozess ausbleiben. Diese können nur über einen Marker im Blut nachgewiesen werden. Das Immunsystem steht unter ständiger Alarmbereitschaft und greift sich selbst an. Bleiben die Warnsignale aus, kann die Entzündung über eine lange Zeit gesundes Gewebe, Organe oder Blutgefäße angreifen.

Meist fühlen sich Betroffene müde und schlapp, da dieser Vorgang den Organismus sehr viel Energie kostet. Als Schuldige für chronische Entzündungen gelten oftmals Bewegungsmangel, Stress, kohlenhydrat- und fettreiche Ernährung, Vitalstoffmangel oder Alkoholkonsum und Rauchen. Auch Übergewicht ist ein hoher Risikofaktor für Stille Entzündungen.

Nahrung als Entzündungshemmer

Als erstes gibt es zu sagen, dass es kein Allerheilmittel gibt! Jeder Mensch ist individuell und durch seine eigene Lebensweise geprägt. Das private und auch berufliche Umfeld, sowie Schlafverhalten und sportliche Betätigung haben einen großen Einfluss auf unseren Lebensstil und damit auch auf unsere Ernährung und Wohnbefinden. Weiter sollten natürlich auch Unverträglichkeiten und bereits bestehende gesundheitliche Probleme bei der Ernährung berücksichtigt werden.

Es scheint fast unglaublich, dass die Auswahl unserer Lebensmittel einen so gravierenden Einfluss auf die komplexen biochemischen Prozesse im Körper hat, die die Entzündungsvorgänge im Körper steuern. Die Wirkung der anti entzündlichen Ernährung ist in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen erwiesen. Mit natürlichen, entzündungshemmenden Lebensmitteln können entzündliche Erkrankungen positiv beeinflusst werden. Jedoch erreicht diese Form der Ernährung bei erblich bedingten, entzündlichen Erkrankungen ihre Grenzen.

Um mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Mikronährstoffen versorgt zu sein, solltest du auf Qualität deiner Nahrungsmittel achten. Deine Lebensmittel sollten so wenig wie möglich industriell verarbeitet sein. Je weniger, desto besser für dich und deinen Körper.

Grundlegend sollte eine Antientzündungsernährung aus viel Obst und Gemüse in Bioqualität und gesunden Fetten bestehen.

So viel erst einmal zu den allgemeinen Infos zu Entzündungen und die Wahl zu einer einer Anti-Entzündungs-Ernährung. Im nächsten Teil erfahrt ihr mehr über die Grundlagen dieser Ernährungsform und ein paar Tipps zur Lebensmittelauswahl gibt es auch noch.

Wer nicht so lange warten möchte, kann hier schon mal den Beitrag zu „Fette – Fluch oder Segen?“ lesen. In diesem Beitrag gibt es schon mal ein paar Facts zu Omega3 Fettsäuren und ihren Vorteilen.

 

(Quellen: Heimliche Entzündungen: Mit der richtigen Ernährung sanft vorbeugen und lindern; Silvia Bürkle // Die Anti-Entzündungs-Diät; Martin Kreutzer, Anne Larsen // Kochenohne)

3 Kommentare zu “MS Ernährung – Die Anti-Entzündungs-Ernährung (Teil 1)”

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