Meine 5 antientzündlichen, blitzschnellen Lieblingsrezepte – Samira von chronisch-fabelhaft

Als Jule mich fragte, ob ich nicht mal Lust hätte, einen Artikel für Fitness, Food & MS beizusteuern, war ich Feuer und Flamme: Klar!

Denn wenn ich eines liebe, dann ist es gutes Essen. Ohne geht’s nicht. Ich bin versessen darauf.

Zwei- bis dreimal pro Tag stehe ich in der Küche, schnippele, koche, backe – und das alles trotz Selbstständigkeit, Hobbies und Freunden. Trotz meiner Krankheit, und auch wenn ich im Ausland bin (so wie momentan in Medellin, Kolumbien).

Wir alle werden im Laufe der Zeit wahre Meister*innen darin, Ausreden zu erfinden, warum wir genau heute keine Zeit, keine Lust, keine Muße haben, uns ein leckeres, gesundes und ausgewogenes Gericht zuzubereiten. Glaub mir: Als Teenager sah meine Ernährung auch nicht grad rosig aus.

Zu viel Zucker, viiiiel zu viel Fett, zu viele einfache Kohlenhydrate wie Nudeln und Brot. Nicht nur, dass ich vier, fünf Kilo extra auf den Rippen hatte, die machten, dass ich mich ziemlich unwohl in meiner Haut fühlte – ich war auch schlapp, antriebslos und schien einfach nie richtig satt zu werden.

Doch mit der Diagnose MS änderte ich auch langsam meine Ernährung:

Ich verzichte zwar auf Fleisch, seit ich 12 bin, doch nun begann ich auch, mich über die Wirkung von Kuhmilch auf den Körper zu beschäftigen. Ich beschäftigte mich mit Ernährungsformen wie antientzündlicher Ernährung, also eine Ernährung die arm an tierischen Produkten ist, und zog daraus, was für mich umsetzbar war. Kurz als Hinweis: Ich bin Käsefan, und komplett aufgeben werde ich Käse erst, wenn ich mit dem Coimbraprotokoll beginne. Ich habe aber zum Beispiel die Milch im Kaffee oder fürs Müsli mit zuckerfreiem Pflanzendrink ersetz, um so meine Aufnahme von Arachidonsäure zu verringern – diese kann Entzündungen auslösen.

Ich verzichte komplett auf verarbeitete Produkte und ernähre mich hauptsächlich von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen. Am liebsten aus biologischem Anbau. Ich mache das nicht, weil es hip ist – sondern weil es mit MS einfach keinen Sinn macht, sich tagtäglich Nervengifte in Form von Pestiziden Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen reinzufahren.

Macht Sinn, oder?

Deswegen habe ich hier meine blitzschnellen Lieblingsrezepte für dich aufgeschrieben.

Viel Spaß beim Nachkochen, ausprobieren und natürlich schlemmen!

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Warmer Haferbrei mit Bio-Obst

Nichts tut so gut, wie mit einem leckeren, warmen Porridge in den Tag zu starten! Es macht lange satt, versorgt dich mit allen Nährstoffen und ist vegan. Somit belastest du deinen Körper nicht unnötig.

Zutaten für 1-2 Portionen, Zubereitungszeit 10 Minuten
1 Tasse feine Bio-Haferflocken
2 Tassen Pflanzenmilch oder Wasser
1 Prise Salz
Süße nach Geschmack: Agavendicksaft, Stevia, Kokosblütenzucker, Honig
2 Tassen klein geschnittenes Bio-Obst der Saison
1 Handvoll gehackte Nüsse und Kerne (Sesam, Mandeln, Walnüsse, Leinsamen)
2 EL Kokoscreme

Zubereitung:
Gib die Pflanzenmilch in einen Topf und lass sie auf dem Herd heiß werden. Sobald die Milch zu sieden beginnt, gibst du die Haferflocken in den Topf und reduzierst die Wärmezufuhr. Die Haferflocken quellen nun auf. Schmecke mit Salz und Süße ab, und lass sie noch bis zur gewünschten Konsistenz weiter köcheln.
Röste währenddessen in einer kleinen Pfanne die Nüsse an.
Gib das klein geschnittene Obst in eine Schüssel, die Haferflocken darüber. Toppe das ganze mit einem Löffel Kokoscreme und den gerösteten Nüssen.

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Quinoabowl mit frischem Gemüse

Über das „hippe“ Urkorn Quinoa habe ich lange die Nase gerümpft – doch mittlerweile bin ich einfach nur noch Fan. Es ist Glutenfrei, mega gesund und macht lange satt. Hier ein schneller Salat, der sich auch toll zum Mitnehmen ins Büro oder für ein Picknick eignet!

Zutaten für 2 Portionen, Zubereitungszeit 10 Minuten + 20 Minuten Kochzeit
2 Tassen Quinoa
4 Tassen Wasser
½ TL Salz
1 Paprikaschote
1 Handvoll Radieschen
½ Gurke, ungeschält!
1 Frühlingszwiebel
1 Handvoll Rosinen (nach Geschmack)
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
½ Bund Koriander oder Petersilie
1 Limette
1 EL Honig

Zubereitung:
Gib das Quinoa zusammen mit dem Wasser und dem ½ TL Salz in eine Topf. Deckel drauf und aufkochen lassen, dann die Flamme reduzieren und den Deckel schräg auf den Topf legen.
Während das Quinoa nun ca. 20 Minuten bissfest gart, schneidest du das Gemüse in kleine Würfel, Streifen oder Scheiben. Hacke die Kräuter klein.
Verrühre den Saft von einer Limette mit Honig, Salz und Pfeffer.
Wenn das Quinoa fertig gerat ist, vermischst du es mit dem Gemüse, den Kräutern, den Rosinen und dem Dressing. Lass alles 5 Minuten durchziehen. Der Salat kann lauwarm oder kalt gegessen werden.

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Ofenkürbis mit Zimt und Feta

Dieses Rezept, das im Original von Kochvirtuose Yotam Ottolenghi stammt, hat mein Kochen revolutioniert. Das erste Mal begann ich, mich für den Kontrast zwischen Süß, Scharf und Salzig zu interessieren – und bin seitdem nicht mehr davon losgekommen. Der Ofenkürbis ist warm und wohltuen, kann aber auch kalt gegessen werden. Er eignet sich, je nach Beilage, als Hauptgericht oder als Vorspeise.

Zutaten für 2 Portionen, Zubereitungszeit 5 Minuten + 15 Minuten Backzeit
1/2 Hokkaidokürbis, ungeschält
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 TL Zimt, gemahlen
2 EL helle Soyasauce
2 EL kalt gepresstes Olivenöl
½ TL Chiliflocken
1 Limette, ausgespresst
Salz, Pfeffer
200g Bio-Fetakäse, zerkrümelt (nach Belieben)
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten (mit dem Grün)
Zum Servieren: Reis, Baguette, Rucolasalat

Zubereitung:
Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Kürbis waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. In einer Schüssel die Kürbisspalten mit allen anderen Zutaten bis auf den Fetakäse und die Frühlingszwiebeln vermengen und kurz marinieren lassen.
Dann den marinierten Kürbis samt der restlichen Marinade auf ein mit Backpapier belegtes Backbleck geben. Fetakäse und Frühlingszwiebeln darüber streuen, in den Ofen schieben.
Wenn der Kürbis bissfest gegart ist (nach ca. 15 Minuten) und der Käse gebräunt ist, aus dem Ofen nehmen und mit der gewünschten Beilage heiß servieren. Dazu passen eine Joghurtsoße oder Zitronenscheiben.

Thai-Wok mit Reisbandnudeln

Nach meiner Reise nach Thailand war ich angefixt: Die komplexen Aromen, die blitzschnelle Zubereitung der Gerichte und vor allem die frische der Zutaten sind es, die diese Küche zu einer meiner Lieblinge machen. Du brauchst keinen Wok für die Zubereitung – es geht auch eine große Pfanne.

Zutaten für 2 Portionen, Zubereitungszeit 15 Minuten
½ Packung Reisbandnudeln (online oder im Asiamarkt)
1 Pakchoi, in Streifen geschnitten
1 Paprikaschote, in Streifen geschnitten
1 Handvoll grüne Bohnen, geputzt und in mundgerechte Stücke geschnitten
2 Handvoll Champions, in Scheiben geschnitten
1 Stück Ingwer, daumengroß, fein gewürfelt
2 Knoblauzehen, gehackt
1 Zwiebel, in Ringe geschnitten
1 Chilischote (nach Geschmack)
4 EL helle Soyasauce
2 EL Erdnussbutter
Saft von 1 Limette

Zubereitung:
Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen (Achtung, geht fix!). In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Darin den Ingwer, Knoblauch, Zwiebel und Chilischote anbraten, bis es duftet. Nacheinander erst den Paprika und die Bohnen, dann den Pakchoi und die Pilze hinzugeben. Anbraten lassen, dabei rühren. Mit der Soyasauce ablöschen, Erdnussbutter unterrühren. Mit Limettensaft abschmecken. Die Nudeln unterrühren, in Schalen und mit Essstäbchen servieren.

Obstcrumble mit Kokosmilch

Anstatt für das Dessert zu Eiscreme aus dem Supermarkt zu greifen, die oft voller Fett, Zucker und Konservierungsstoffe steckt, setze ich lieber auf dieses leckere Crumble. Ich habe wirklich immer positives Feedback darauf bekommen, und es ist so einfach (und günstig!) zuzubereiten.

Zutaten für 2 Portionen, Zubereitungszeit 10 Minuten + 20 Minuten Backzeit
1 Tasse klein geschnittenes Obst nach Wahl
(Besonders eignen sich Äpfel, Ananas, Beeren und Pflaumen)
1 Tasse kernige Haferflocken
½ Tasse Vollkornmehl
100g weiche Bio-Butter, Bio-Margarine oder Kokosöl
1 EL brauner Zucker, Honig oder andere Süße
1 Prise Salz
2 EL Kokoscreme

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Das Fett mit dem Zucker schaumig schlagen. Mehl und Haferflocken unterrühren. Salz und ggf. Zimt hinzufügen. Kneten, bis ein Streuselteig entsteht. Das Obst ein eine Feuerfeste Schale geben, mit den Streuseln bedecken. Ab damit für ca. 20 Minuten in den Ofen, bis das Obst weich und die Streusel gebräunt sind.
Mit einem Klecks Kokoscreme und warm servieren.

 

Danke liebe Samira, für diesen tollen Gastbeitrag und dass du deine Lieblingsrezepte mit uns geteilt hast. Das Thema Anti-Entzündungs-Ernährung wird uns sicherlich noch eine Weile beschäftigen, auch gibt es hierzu bald einen neuen informativen Blogpost.

Samira hat mir auch noch ein paar tolle Links zur Verfügung gestellt, bei denen Ihr euch weitere Anregungen holen könnt:

Gut verträgliche, toll fotografierte Rezepte findet ihr bei der lieben Helen in der Weglasserei
Wenn Samira in Berlin gut vegetarisch essen gehen will, dann geht Sie hierhin

chronisch-fabelhaft

 

3 Kommentare zu “chronisch-fabelhaft: Anti Entzündungsrezepte”

  1. Hi, ich denke auch über eine vegane Ernährung nach, fleischfrei habe ich zum Großen Teil bereits erreicht. Woher nimmst du deine Rezeptideen? LG Melanie

    1. Hallo liebe Melanie.
      Schau mal, ich habe in den Beitrag noch ein paar Linktipps von Samira eingefügt. Vielleicht ist hier etwas passendes für dich dabei. Liebe Grüße Jule

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