Kann Kurkuma die Behandlung von MS unterstützen? In den letzten Jahren ist Kurkuma auch bei uns als heilendes Gewürz angekommen. Die fernöstliche Wurzel wird bereits seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin eingesetzt. Forscher fanden heraus, dass in Indien wesentlich weniger Menschen an chronischen Erkrankungen leiden als in den westlichen Ländern.

Kurkuma – das Gewürz des Lebens

Kurkuma ist eine goldgelbe Wurzel aus der Familie der Ingwergewächse. Es findet sich in getrockneter und pulverisierter Form in Curry, welches diesem seine Farbe verleiht. Die aus Fernost stammende Wurzel kommt vor allem in der Küche in verschiedenen Lebensmitteln oder Gerichten vor – sie kann aber einiges mehr! Das, im Kurkuma enthaltene Kurkumin verleiht ihm seine Eigenschaft vorbeugend und heilend auf verschiedene Krankheiten zu wirken. Der Pflanzenstoff hat eine enorme antioxidative und entzündungshemmende Wirkung, dass er nachweislich jedes Organ in unserem Körper schützen und die Gesundheit verbessern kann. Außerdem kann Kurkumin die Schmerzen bei Osteoarthritis lindern.

Unzählige Studien weltweit sind bereits mit Kurkumin durchgeführt worden. Einige von Ihnen können belegen, dass der im Kurkuma enthaltene Pflanzenstoff bei über 70 verschiedene Erkrankungen helfen kann. Darunter auch Zivilisationskrankheiten wie Herz- Kreislauferkrankungen oder Diabetes Typ2. Auch in der Krebsheilung macht man mit Kurkumin sehr gute Fortschritte. Eine Studie Untersuchte die Wirkstoffe von verschiedenen Medikamenten zur Entzündungslinderung und gegen die Ausbreitung von Krebszellen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass Kurkumin wirksamer war als Medikamente wie Ibuprofen, Aspirin oder ein sogar stärkeres Medikament wie Celebrex.

Die unglaubliche Wirkung von Kurkuma!

Spätestens nach Veröffentlichung dieser Studien, sollte allen klar sein, dass Kurkuma viele Medikamente ersetzen kann. In der alten traditionellen Heilkunde Indiens, wurde Kurkumin zu Heilung und Linderung folgender Beschwerden eingesetzt:

  • Linderung von Verdauungsbeschwerden (Magensäureblocker)
  • Zur Beschleunigung der Wundheilung in dem Verbände Kurkuma enthalten
  • Als schmerzlinderndes Mittel bei Kopfschmerzen
  • Zur Stimmulation der Durchblutung
  • Verarbeitet zur Salbe, die bei unreiner Haut verwendet wird
  • Als abchwellendes Mittel der Schleimhäute in der Nase (in einigen Nasensprays ist Kurkumin enthalten)
  • Zur Behandlung u.a. von Masern, Windpocken, Zahnfleischerkrankungen, Blähungen und Koliken

Kurkuma

Kurkumin, ein Heilmittel gegen Krebs? Es fällt schwer mehr als 1.000 Studien rund um die Wirksamkeit von Kurkumin bei verschiedenen Krebserkrankungen keine Beachtung zu schenken. Die Ergebnisse zeigen, dass Kurkumin den Krebs bekämpfen kann. Durch den Einsatz von Kurkumin in der Krebsbehandlung kann die Aktivierung von krebsauslösenden Genen und die Ausbreitung der Tumorzellen gehemmt werden. Es trägt dazu bei, dass Zellen abgetötet werden, die zu Krebszellen mutieren oder lässt die Tumorzellen kleiner werden. Das ist nur ein kleiner Auszug aus den möglichen Wirkungen von Kurkumin bei der Heilung von Krebs.

Kurkumin – Unterstützung des Immunsystems bei entzündlichen Erkrankungen

Kommen wir nun zu den Vorteilen die Kurkuma bei Multiple Sklerose mit sich bringt. Das in Kurkuma enthaltene Kurkumin und die ätherischen Öle wirken stark entzündungshemmend. Studien haben belegt, dass Kurkuma mit anderen entzündungshemmenden Arzneimitteln mithalten kann und zur Behandlung von entzündlichen Krankheiten eingesetzt werden kann. Leider ist in Kurkumapulver nur eine geringe Dosis Kurkumin enthalten, gerade einmal 3 Prozent.
Freie Radikale verursachen oxidativen Stress in unserem Körper. Dadurch können freie Radikale Krankheiten auslösen und auch den Alterungsprozess fördern. Kurkuma kann diesem Prozess entgegenwirken und durch seine antioxidative Eigenschaft den Körper schützen. Kurkumin neutralisiert freie Radikale und fördert außerdem das Körpereigene Abwehrsystem.

Außerdem wird Kurkumin eine nervenschützende Eigenschaft zugewiesen. Sie schützen die Myelinhülle der Nervenbahnen und unterstützen damit die Weitergabe der elektrischen Nervenimpulse. Außerdem blockiert Kurkumin das körpereigene Enzym Phospholipase, welches an den Nervenentzündungen beteiligt ist. Neben dem Schutzmechanismus hat Kurkumin auch Einfluss auf die Regulierung der T-Lymphozyten, die ein wichtiger Teil der Immunabwehr sind. Werden diese Helferzellen fehlgeleitet, sehen sie die Myelinscheiden als fremdes Gewebe an und greifen diese an. Eine Studie zeigt, dass Kurkumin an die T-Zellen andocken kann und so die negative Aktivität regulieren kann. Die antientzündlichen Wirkungen des Kurkumin unterstützen diesen Prozess.

Kurkuma – Antioxidative Eigenschaft und Schutz der Nervenzellen

Kurkuma glänzt also mit vielen positiven Eigenschaften, die sich auch unterstützend zur Behandlung von Multiple Sklerose einsetzen lassen. Die antioxidative Wirkung kann das Gehirn und auch die Nerven schützen. Die Hirnfunktion kann sich durch die Einnahme von Kurkuma verbessern und auch weitere Symptome mindern. Beweglichkeitsstörungen, MS-Schübe, Schmerzen und Gedächtnisstörungen können gelindert oder gar vermieden werden.

Bei der Einnahme von Kurkuma in Tees, Kaffee oder Smoothies solltet ihr beachten, dass Kurkumin fettlöslich ist, daher solltet ihr immer etwas Kokosöl hinzu geben. Die Zugabe von etwas schwarzem Pfeffer ist hilfreich, jedoch wird die Aufnahme nicht sehr stark beeinflusst. Es gibt so viele tolle Rezepte, bei denen man Kurkuma verwenden kann. Ein tolles Rezept für „Goldene Milch“ findet ihr auf der Seite des Zentrums für Gesundheit. Hier wird eine Paste hergestellt, welche ihr in großen Mengen auf Vorrat herstellen könnt. So könnt ihr schnell und einfach, sogar im Büro eure Goldene Milch zubereiten.

Kurkuma

Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte man sich bei der Auswahl genau informieren. Oft ist in den Präparaten Piperin zugesetzt, welches den Magen-und-Darmtrakt reizen kann. Piperin fördert die Aufnahme der gewünschten Stoffe, allerdings schaltet das Piperin auch ein bestimmtes Leberenzym aus, wodurch es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Wirkstoffen kommen kann. Außerdem kann auch die Aufnahme von Fremdstoffen begünstigt werden.
Ich habe mich für ein Kurkuma Präparat auf Mizell-Basis entschieden, da dieses eine hohe Bioverfügbarkeit besitzt und nur 2 Kapseln täglich eingenommen werden müssen. Außerdem versuche ich am Wochenende meine Gerichte mit Kurkuma anzureichern. Sei es in Form von Gewürzpulver oder frischer Kurkumawurzel. Außerdem gibt es bei mir regelmäßig eine Goldene Milch auf Mandelmilchbasis und Kurkuma Tee.

Kurkuma – Lieferant für wichtige Mineralstoffe

Kurkuma liefert nicht nur heilende Wirkstoffe, sondern auch jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe. In der kleinen Knolle finden sich Eisen, Mangan, B-Vitamine, Calcium, Kupfer und Magnesium. Bis heute wurden bereits knapp 90 Inhaltsstoffe in Kurkuma nachgewiesen, von denen nicht alle entschlüsselt werden konnten.

Hier habe ich euch eine kleine Liste mit meinen Lieblingsprodukten zusammengestellt [unbezahlte Werbung]

 

(Quellen: Heilende Gewürze von Dr. Bharat B. Aggarwal, Kurkuma Wurzel Info, Zentrum der Gesundheit, Kurkuma Superfood, Kurkuma Info)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.