Heute startet eine Serie zum Thema “MS Therapie”. Einige meiner Leser beteiligen sich an dieser Beitragsreihe und teilen mit euch ihre Erfahrungen mit den verschiedenen MS Therapien. Bei der Vielzahl an Medikamenten kann man leicht den Überblick verlieren und daher freut es mich sehr, dass wir mit den Berichten etwas Licht ins Dunkle bringen können. Danke liebe Patricia, dass du heute den Anfang machst!

Hierbei handelt es sich um einen reinen Erfahrungsbericht. Eine Wirkung des Medikaments kann nicht zugesichert werden, es spiegelt lediglich die Erfahrungen der Schreiberin wieder. Außerdem ersetzt dieser Bericht kein ausführliches Arztgespräch!
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker.

MS Therapie – Meine Basistherapie mit Fingolimod

Mein Name ist Patricia, ich bin 27 Jahre alt und habe die Diagnose MS vor 6 Jahren (2012) bekommen. Nach einem schweren Schub, habe ich lange gekämpft um mich von den Cortison Infusionen und Tabletten zu erholen. 2015 habe ich nach meier ersten Basistherapie mit Rücksprache mit meinen Neurologen zu Glatirameracetat 40mg gewechselt.

Gilenya

Mittlerweile nehme ich seit Mai 2017 Fingolimod (Handelsname Gilenya®). Ich habe mich bereits davor im Internet schlau gemacht und mögliche Risiken und Nebenwirkungen gelesen, denn bei den Ärzten muss man immer Nachbohren um an alle Informationen zu kommen.

Die Informationen sind eher dürftig, das fordert Selbstrecherche

Fingolimod ist wird bei der Behandlung von MS mit einer hohen Schubaktivität eingenommen. Seit 2011 ist Fingolimod als weiteres MS Medikament auf dem Markt. Der Wirkstoff Fingolimod  bewirkt, dass bestimmte weiße Blutkörperchen in Lymphknoten zurückgehalten werden. Diese weißen Blutkörperchen stehen im Verdacht die MS zu verursachen. Leider steigt im Gegenzug die Anfälligkeit für Infekte. Hier gibt es detaillierte Informationen zu Fingolimod.

Ich habe lange darum gekämpft, endlich von den Spritzen zu einer Tablette zu wechseln. Manchmal ist es nicht so einfach ein Medikament zu wechseln, dabei sollte auch der Wunsch des Patienten ernst genommen werden. Erst nach einem weiteren Schub, der mich sehr geschwächt hat haben die Neurologen endlich das OK dafür gegeben. Seit dem ich Fingolimod einmal am Tag, Morgens, einnehme fühle ich mich sehr gut. Aber wie bei jedem Medikament gibt es auch Nebenwirkungen. Häufige sind Kopfschmerzen, Durchfall, Husten mit Schleimauswurf, Herpesvirus-Infektionen und verlangsamter Herzschlag.

Bei mir haben sich auch ein paar Nebenwirkungen unter Fingolimod bemerkbar gemacht. Manchmal bekomme ich Durchfall in Stresssituationen, kalte Füße – egal ob im Sommer oder im Winter – und Kopfschmerzen (Migräne).

Gilenya
Fingolimod ist nicht frei von Nebenwirkungen – Tabletten können aber Unabhängigkeit geben

Die Ersteinnahme erfolgt bei ihrem Neurologen unter Beobachtung. Man muss ca. 6 Stunden dafür einplanen, denn in dieser Zeit wird der Herzschlag beobachtet. Regelmäßige Kontrollen sowie Blutproben, Augenarzt, Hautarzt und MRT gehören auch dazu.

Für mich scheint eine Therapie mit Fingolimod zur Zeit die richtige zu sei. Egal für welche Therapie ihr euch entscheidet, ich wünsche euch einen guten Start in ein sorgen- und beschwerdefreies Leben.

Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter!