Heute startet eine Serie zum Thema MS Therapien. Einige meiner Leser beteiligen sich an dieser Beitragsreihe und teilen mit euch ihre Erfahrungen mit den verschiedenen MS Therapien. Bei der Vielzahl an Medikamenten kann man leicht den Überblick verlieren und daher freut es mich sehr, dass wir mit den Berichten etwas Licht ins Dunkle bringen können. Danke liebe Patricia, dass du heute den Anfang machst!

MS Therapie – Meine Basistherapie mit Gilenya

Mein Name ist Patricia, ich bin 27 Jahre alt und habe die Diagnose MS vor 6 Jahren (2012) bekommen. Nach einem schweren Schub, habe ich lange gekämpft um mich von den Cortison Infusionen und Tabletten zu erholen. Im Mai 2013 habe ich auf anraten meiner Ärztin aus Wien, mit meiner ersten Therapie Intratect begonnen. Nach 2 Jahren habe ich nach Rücksprache mit meinen Neurologen zu Copaxone 40mg gewechselt.

Gilenya

Mittlerweile nehme ich seit Mai 2017 Gilenya. Ich habe mich bereits davor im Internet schlau gemacht und mögliche Risiken und Nebenwirkungen gelesen, denn bei den Ärzten muss man immer Nachbohren um an alle Informationen zu kommen.

Die Informationen sind eher dürftig, das fordert Selbstrecherche

Gilenya ist wird bei der Behandlung von MS mit einer hohen Schubaktivität eingenommen. Seit 2011 ist Gilenya als weiteres MS Medikament auf dem Markt. Der Wirkstoff Fingolimod  bewirkt, dass bestimmte weiße Blutkörperchen in Lymphknoten zurückgehalten werden. Diese weißen Blutkörperchen stehen im Verdacht die MS zu verursachen. Leider steigt im Gegenzug die Anfälligkeit für Infekte. Hier gibt es detaillierte Informationen zu Gilenya.

Ich habe lange darum gekämpft, endlich von den Spritzen zu einer Tablette zu wechseln. Manchmal ist es nicht so einfach ein Medikament zu wechseln, dabei sollte auch der Wunsch des Patienten ernst genommen werden. Erst nach einem weiteren Schub, der mich sehr geschwächt hat haben die Neurologen endlich das OK dafür gegeben. Seit dem ich Gilenya einmal am Tag, Morgens, einnehme fühle ich mich sehr gut. Aber wie bei jedem Medikament gibt es auch Nebenwirkungen. Häufige sind Kopfschmerzen, Durchfall, Husten mit Schleimauswurf, Herpesvirus-Infektionen und verlangsamter Herzschlag.

Bei mir haben sich auch ein paar Nebenwirkungen unter Gilenya bemerkbar gemacht. Manchmal bekomme ich Durchfall in Stresssituationen, kalte Füße – egal ob im Sommer oder im Winter – und Kopfschmerzen (Migräne).

Gilenya

Gilenya ist nicht frei von Nebenwirkungen – Tabletten können aber Unabhängigkeit geben

Die Ersteinnahme erfolgt bei ihrem Neurologen unter Beobachtung. Man muss ca. 6 Stunden dafür einplanen, denn in dieser Zeit wird der Herzschlag beobachtet. Regelmäßige Kontrollen sowie Blutproben, Augenarzt, Hautarzt und MRT gehören auch dazu.

Ich möchte jedem der sich für eine Therapie mit Gilenya entscheidet, einen guten Start in ein sorgenfreies Leben wünschen, denn ich habe seitdem keine Beschwerden mehr.

Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter!

3 Kommentare zu “MS Therapie: Gilenya”

  1. Hallo Patricia,
    meine Erstdiagnose war am 16.11.17 (41 Jahre) und nachdem ich die Cortison Rutsche im Krankenhaus durch hatte bekam ich im Dezember Gilenya. Bis dato fühle ich mich gut. Kopfschmerzen ist so das Einzige was ich dann und wann mal habe. Das Kontroll MRT im März‘18 ergab keine neuen Läsionen. Blutwerte sind auch gut. Also kurz: bis dato alles prima. Kann bitte so bleiben.
    Ich wünsche Dir alles Gute und denke immer daran:
    „ Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot“

  2. Hallo Patricia.Vielen Dank für Deinen Artikel.Ich finde es gut über verschiedene Erfahrungen zu lesen. Indem Fall ist man nicht alleine.Ich nehme zwar Rebif aber trotzdem ist Dein Beitrag sehr hilfreich.

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