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Wir alle haben schon so viele Artikel zu Vitamin D gelesen und wie positiv es sich auf die MS auswirken kann. Das zeigt auch die steigende Zahl der MS Betroffenen, die das Coimbra Protokolls als alternative Basistherapie einsetzen. Ich möchte euch einen kleinen Überblick geben, warum unser Körper Vitamin D braucht, wie es sich auf die MS auswirkt und wie einfach es ist die Vitamin D Speicher zu füllen.

Vitamin D (D3) wird auch als das Sonnenvitamin bezeichnet. Es wird mit Hilfe von UV-B Strahlung synthetisiert und ist damit eines der wenigen Vitamine, welches unser Körper selbst herstellen kann. Allerdings ist hierfür eine ausreichende UV-B Strahlung notwendig.

Bildung von Vitamin D mit Hilfe von Solarien nur bedingt möglich.

Oft habe ich schon die Frage gelesen, ob man im Winter dann nicht einfach ins Solarium gehen kann um genügend Vitamin D zu bilden. Das ist nur bedingt möglich, denn UV-B Strahlung hat eine bestimmte Wellenlänge. In den Solarien wird meist die UV-B Strahlung herausgefiltert, da sie leichter einen Sonnenbrand verursacht. Somit wird in den Solarien hauptsächlich UV-A Strahlung eingesetzt.

Um die Vitamin D Produktion so richtig anzukurbeln, ist die beste Zeit um ein kurzes Sonnenbad zu nehmen zwischen 10 und 14 Uhr. Die Haut eines jungen Erwachsenen kann innerhalb von 15 bis 30 Min. unter optimalen Bedingungen und so viel freier Haut wie möglich ca. 10.000 bis 20.000 IE D3 produzieren. Wichtig ist zu bemerken, dass ein Sonnenschutz ab LSF 14 die Produktion des Sonnenvitamins nicht zulässt. Auch längere Zeit in der Sonne bringt nicht unbedingt mehr Erfolgt. Hierdurch steigt dann das Hautkrebsrisiko.

Über die Nahrung kann Vitamin D nicht in ausreichender Menge zugeführt werden.

Leider müssen wir auch die Illusion, dass wir durch die Nahrung ausreichend Vitamin D zu uns nehmen können aus dem Weg räumen, denn außer fettem Meeresfisch kann D3 nicht mit den verzehrüblichen Mengen gedeckt werden. Bei einer empfohlenen Tagesdosis von 800 IE lt. der DGE müsste man täglich folgende Mengen verzehren:

  • 400 g Makrele
  • 4 kg Schweineschnitzel
  • 16 – 20 Hühnereier
  • 20 Liter Vollmilch
  • 10 kg Kalbsleder
  • 10 kg Brie (mit 45 Prozent Fettanteil)
  • 600 g Avocado
  • 1 kg Shiitake-Pilze

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin und sollte daher in Verbindung mit guten Fetten aufgenommen werden um die Aufnahme im Körper zu steigern. Außerdem kann unser Körper das Vitamin einige Zeit in Muskel- und Fettzellen speichern. Man spricht von einer Halbwertszeit von ca. 3-6 Wochen.

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Bei Vitamin D handelt es sich zwar um ein Vitamin, jedoch verhält es wie ein (Pro)Hormon, in dem es viele Steuerungsprozesse im Körper übernimmt. Die Hauptaufgabe liegt in der Aufnahme und Steuerung von Kalzium und Phosphat und fördert dadurch die Härtung der Knochen. Außerdem wirkt sich Vitamin D positiv auf das Immunsystem, den Zyklus der Frau und die Hormonsynthese beim Mann aus. Das Sonnenvitamin beeinflusst zudem das Herz-Kreislaufsytem, die Muskelfunktion und das Wachstum von Hautzellen. In neuen Studien wurde nun bestätigt, dass Vitamin D auch die Ausschüttung von Insulin beeinflusst und damit Diabetes Typ-2 vorbeugen kann.

Vitamin D ist für viele Funktionen des Körpers verantwortlich

Jedes Gewebe benötigt Vitamin D und dennoch sind die Wirkungsmechanismen so unterschiedlich. Es folgenden die wichtigsten Wirkungsweisen von Vitamin D, jedoch gibt es noch so viele mehr.

  • wirkt vorbeugend gegen Krebs
  • Anregung der Kalzium-Aufnahme im Darm und damit geringerer Kalzium-Bedarf aus der Nahrung
  • Regulierung des Knochenstoffwechsels und somit der Knochendichte. Beugt Osteoporose vor
  • Vorbeugend bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Untersützung des Immunsystems bei der Bekämpfung von bakteriellen und viralen Infekten
  • wirkt Regulierend auf das Immunsystem: Eine Vielzahl der Immunzellen benötigen Vitamin D, um aktiv zu werden. Entzündungslindernde M2-Makrophagen und die wichtigen regulatorischen T-Zellen – diese wirken Autoimmunerkrankungen entgegen. Außerdem steuert es das Gleichgewicht bestimmter Immunzellen.
  • wichtiger Wachstumsfaktor für Haut- und Darmzellen – Vitamin D sorgt für schöne und glatte Haut, sowie für einen funktionierenden und gesunden Darm


Vitamin D mindert die Zahl der Entmarkungsherde

Wie wirkt sich also das Vitamin D auf die Multiple Sklerose aus? Leider konnten Untersuchungen und Studien bis heute nicht eindeutig feststellen, ob der Vitamin-D-Mangel eine Begleiterscheinung von Multiple Sklerose oder deren Ursache ist. Außerdem ist noch nicht geklärt worden ob Vitamin D die Auslöser von MS bekämpfen kann oder nur die Symptome lindert.

Eine Studie zeigte, dass bei MS-Betroffenen die Anzahl der Entmarkungsherde (verhärtete Stellen) im Rückenmark verringert wurde, sofern etwa 7.000 IE täglich zugeführt wurden. Viele weitere Studien befassen sich auch mit dem Thema, wie durch eine gesteigerte Vitamin D Versorgung Krankheiten, wie Multiple Sklerose vorgebeugt werden kann.

Vitamin D

Außerdem wurde festgestellt, dass Vitamin D die Schubrate reduzieren kann und damit für eine verringerte Aktivität der MS sorgt. Eine eindeutige positive Auswirkung auf Depressionen wurde noch nicht bestätigt, aber Vitamin D kann sich zudem positiv auf Fatigue auswirken und in Verbindung mit Bewegung und Sport zu einer Verbesserung der Symptome führen.

Also ihr lieben, krempelt die Ärmel hoch und raus in die Sonne Vitamin D tanken!

Solltet ihr jedoch über eine Nahrungsergänzung nachdenken, sprecht vorher mit eurem Arzt und lasst regelmäßig euer Blut kontrollieren!

Quellen: Pharmazeutische Zeitung, DGE, Endokrinologikum, UGB, Autoimmunportal, Leben mit MS

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