In dieser turbulenten Zeit haben viele die Möglichkeit im Home Office zu arbeiten. Doch wie geht man das am Besten an? Wie richtet man sich seinen Arbeitsplatz ein? Was tun, wenn man kein separates Büro zur Verfügung hat? Welche Möglichkeiten gibt es auch im Home Office aktiv und gesund zu bleiben? Heute bekommst du von mir einige Tipps, die ich selbst bereits zu Hause umgesetzt und auch schon vor der Zeit von Heimarbeit berücksichtigt habe. Denn durch die Arbeit an meinem Blog und auch durch mein Studium verbringe ich zu Hause viele Stunden am Schreibtisch.

Ich habe mir bei unserem Umzug ins neue Heim bereits ein Büro gewünscht und auch eingerichtet. Ich habe einen schönen großen Schreibtisch und habe mir auch einen großen Bildschirm zugelegt, damit ich bei meinen Recherchen besser arbeiten kann. Den ganzen Tag am Laptop zu verbringen ist schon anstrengend. Auch habe ich mir gleich einen schönen Schreibtischstuhl angeschafft. Ein richtig schöner Chefsessel in weiß! Ich liebe es, wenn das Büro schön hell ist. Auch der Schreibtisch und die Möbel sind weiß. Fast alles ist in den Schränken verstaut, denn wenn zu viel Zeug draußen liegt, werde ich immer ganz unruhig und denke immer, ich habe vergessen etwas zu erledigen. Daher kommen Unterlagen immer gleich in die Ordner und schon herrscht kein Papierchaos mehr.

Jetzt bekommst du meine 5 Tipps, wie du im Home Office richtig gut arbeiten kannst.

Für viele kam der Umzug ins Home Office überraschend. Ohne Vorbereitung hieß es: ab sofort zu Hause arbeiten. Schwierig wird das Ganze, wenn man kein separates Büro zur Verfügung hat und am Esstisch arbeiten muss. Oft nicht ergonomisch und eher provisorisch eingerichtet. Manchmal steht sogar nur ein Laptop zur Verfügung. Die Wege in die Küche, zur Toilette sind auch kürzer und der Gang ins Büro des Kollegen fällt leider auch aus. Daher ist auch Bewegung im Home Office unerlässlich. Dazu kommt noch die Ablenkung durch die Kinderbetreuung und vielleicht noch eine zweite Person, die von zu Hause arbeitet.

1. Richte dir einen festen und ruhigen Arbeitsplatz ein.

Für konzentriertes und ablenkungsfreies Arbeiten im Home Office ist ein fester Arbeitsplatz unerlässlich. Sollte es keine andere Möglichkeit geben, kann dieser auch am Esstisch eingerichtet werden. Wichtig ist, dass der Platz nur als dein Arbeitsbereich zur Verfügung steht. Wenn möglich frage deinen Arbeitgeber, ob du einen Bildschirm mitnehmen kannst, denn das Arbeiten am Monitor ist auf Dauer angenehmer als am Laptop zu arbeiten. Es schont die Augen und den Rücken. Außerdem sollte der eingerichtete Platz ruhig sein. Am Besten mit einer Tür, die du zu machen kannst um in Ruhe telefonieren zu können. Ein Arbeitsplatz auf dem Sofa oder gar im Bett ist keine gute Idee!

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Wichtig ist auch die Ergonomie am Arbeitsplatz. Nicht nur im Büro sollte darauf geachtet werden, sondern auch zu Hause. Der Bildschirm steht mind. 50 cm von dir entfernt. Dabei solltest du direkt auf den Monitor schauen können und zwar so, dass der obere sichtbare Rand etwas unterhalb der Augenhöhe liegt.

Dazu kommt noch das Raumklima. Du solltest immer für ausreichend frische Luft sorgen und die Heizung natürlich nicht zu hoch oder zu niedrig drehen. Die optimale Temperatur zum Arbeiten liegt bei 20-22 Grad und 40-60% Luftfeuchtigkeit. Auch solltest du direkte Sonneneinstrahlung auf den Schreibtisch bzw. auf den Bildschirm vermeiden.

2. Schaffe dir eine strukturierte Arbeitsumgebung

Ordnung ist das halbe Leben! Auch ein ordentlicher Schreibtisch sorgt dafür, dass du konzentrierter und produktiver arbeiten kannst. Denn musst du Unterlagen suchen, bringt dich das aus dem Fluss und stört die Konzentration. Außerdem schafft ein aufgeräumter Arbeitsplatz eine gewisse Wohlfühlumgebung.

3. Bleibe in Kontakt mit deinen Kollegen

Raus aus den Routinen hinein in die Einsamkeit des Home Office. Kommunikation und Soziale Kontakte im Büro ist für viele sehr wichtig. Mal schnell zum Kollegen ins Nachbarbüro um ein paar Dinge zu besprechen oder ein kurzer Plausch an der Kaffeemaschine. Hier noch schnell ein Meeting kurz vor Feierabend dazwischen schieben oder eine Videokonferenz mit einem Kollegen im Ausland abhalten. Gerade jetzt im Home Office solltest du in regelmäßigem Kontakt mit deinen Kollegen stehen. Besser einmal zum Telefon greifen anstatt E-Mails zu schreiben. Soziale Kontakte halten nämlich die Motivation aufrecht.

4. Plane regelmäßige Pausen und Bewegung ein

Die Wege im Home Office sind kürzer als die im Büro. Das bedeutet natürlich auch, dass du viel weniger in Bewegung bist als an einem normalem Tag im Büro. Viele denken, dass sie im Home Office den Schreibtisch nicht verlassen können. Oft aus Angst, dass sie nicht erreichbar sind. Doch gerade im Home Office sollten Pausen und Bewegung nicht zu kurz kommen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, leite für diese Zeit dein Telefon auf einen Kollegen um. Oder nehme das Handy einfach kurz mit. Du solltest dir aber mindestens einmal pro Stunde etwas Bewegung einplanen. Aufstehen und kurz ein paar Schritte durch die Wohnung laufen. Vielleicht sogar kurz auf die Terrasse oder den Balkon gehen, frische Luft schnappen, Schultern und Nacken lockern. Im Home Office gehe Pausen oft vergessen, wenn man in die Arbeit vertieft ist. Man ist alleine und ungestört, da vergeht die Zeit manchmal wie im Flug. Versuche dich daher regelmäßig zu bewegen.

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Auch deine Mittagspause solltest du bewusst wahrnehmen. Genau wie im Büro steht dir auch zu Hause ein Pause zu. Versuche diese Abseits von deinem Arbeitsplatz zu gestalten. Essen während oder neben der Arbeit ist keine gute Idee und kann auf dauer zu einem gestörten Essverhalten führen. Die Pause ist deine Zeit um neue Energie zu schöpfen, vielleicht einen kleinen Spaziergang zu machen und dir ein gesundes Mittagessen zuzubereiten. Tipps für eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit schnellen Rezepten gibt es im nächsten Beitrag – oder schau bei meinen Meal Prep Tipps vorbei. Diese kannst du natürlich auch im Home Office einsetzen.

5. Halte Routinen und feste Arbeitszeiten ein

Home Office bedeutet nicht, dass du dir deinen Tag einfach so einteilen kannst, wie du es möchtest. Die Arbeitszeiten sind auf jeden Fall mit dem Vorgesetzten, bzw. dem Arbeitgeber abzustimmen. Für das Unternehmen ist es wichtig zu wissen, wann die Mitarbeiter zur Verfügung stehen und wann sie erreichbar sind.

Ich persönlich finde es auch besser an Routinen festzuhalten. Ich stehe genau wie vorher jeden Morgen um 5:45 Uhr auf und sitze zwar etwas früher am Schreibtisch, weil ich mir den Arbeitsweg gespart habe, aber ich nutze jetzt nicht die Gelegenheit um länger zu schlafen, vielleicht noch schnell einkaufen zu gehen oder die Wäsche zu machen.

Home Office ist Arbeitszeit und den Haushalt solltest du in jedem Fall auf nach der Arbeit verschieben. Eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit ist sehr wichtig. Verschwimmen die Grenzen kann man irgendwann nicht mehr richtig abschalten und das Feierabendgefühl stellt sich nicht mehr ein. Das bedeutet, dass die Motivation irgendwann im Keller ist. Gleiches gilt umgekehrt. Erledigt man viele Dinge nebenbei, leidet die Konzentration. Man wird ständig abgelenkt. Sei es die Spülmaschine die fröhlich piept, weil sie gerade fertig ist, oder die Wäsche in der Maschine, die nur mal eben schnell aufgehängt werden will. Produktives Arbeiten lässt sich mit dem Haushalt nicht vereinbaren. Am Abend merkt man dann, wie wenig man abgearbeitet hat. Und wieder sinkt die Motivation.

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Zum Schluss kommt noch ein Thema, bei dem ich leider nicht so gut mitreden kann, daher habe ich für dich ein paar Informationen zusammen gesucht.

Home Office mit Kindern – Gute Planung ist das A und O

Sind deine Kinder bereits alt genug, könnt ihr den Tag gemeinsam planen. Sprecht Arbeits- und Pausenzeiten ab und nehmt euch Zeit für ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen. So wissen die Kinder wann sie sich alleine beschäftigen müssen und wann Zeit mit der Familie geplant ist.

Vielleicht hast du auch die Möglichkeit einen kleinen Schreibtisch neben deinem einzurichten an dem dein Kind oder Kinder malen, basteln und spielen können. Für Telefonate mit Kunden oder Videokonferenzen solltest du dich allerdings zurück ziehen können. Auch das klappt sicher nur, wenn Kinder schon etwas älter sind.

Ich denke, dass viele Arbeitgeber in der jetzigen Situation Verständnis dafür haben, dass du im Home Office mit Kinderbetreuung nicht die Arbeitsleistung bringen kannst, die du im Büro aufbringst. Ein offenes Gespräch kann hier sicherlich auch Abhilfe schaffen. Sich auf andere Arbeitszeiten zu verständigen, wenn zum Beispiel der Partner die Betreuung übernehmen kann oder vielleicht dann, wenn die Kinder schon im Bett sind. Beim ZDF findest du einige Tipps zum Home Office mit Kindern.

Im nächsten Beitrag geht es um gesunde Ernährung im Home Office. Meine Tipps zur Vorbereitung und leckere schnelle Gerichte!

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