Erinnerst du dich noch an Popeye? Der kräftige Kerl, bei dem es immer nur Spinat zu Essen gab. Immer wenn er seine Portion gegessen hatte, hatte er so viel Power und Kraft, dass er es mit jedem Gegner aufnehmen konnte.

Spinat besteht zu 90% aus Wasser und hat von April bis November Saison. Mit nur 12 Kcal pro 100 g ist Spinat ein sehr kalorienarmes Gemüse. Durch seinen Ballaststoffgehalt kann er sogar Heißhungerattacken vorbeugen. Beim Einkauf solltest du allerdings darauf achten, Freilandspinat zu kaufen, denn dieser enthält weniger Nitrat. Da Spinat eine sehr schnell wachsende Pflanze ist, die sehr viele Nährstoffe aus dem Boden aufnimmt, gelangt sehr viel Nitrat aus gedüngten Boden in das Blattgemüse. Man findet Quellen, die sagen, dass sich Nitrat negativ auf die Gesundheit auswirkt, andere Studien belegen das Gegenteil. Nitrat soll Studien zu folge die Muskulatur stärken indem es unsere Mitochondrien unterstützt. Durch die Unterstützung unserer Kraftwerke unserer Zellen wird wiederum die Leistungsfähigkeit gesteigert. Wo wir wieder bei dem kraftstrotzenden Popeye wären, der gerade seine Portion Spinat vertilgt hat.

Ist Spinat unser heimisches Superfood?

Spinat enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Unter anderem enthält verschiedene B-Vitamine, sowie Vitamin C. Mit 3,25 µg pro 100g ethält das grüne Blattgemüse einen relativ hohen Beta-Carotin Gehalt – Vorstufe von Vitamin A. Spinat enthält außerdem Kalium, Magnesium, Zink, Calcium und Eisen. Zwar liegt der Eisengehalt weitaus niedriger wie angenommen, nämlich bei 3,5 mg pro 100g – dennoch ist der Gehalt im Vergleich zu anderen Gemüsesorten recht ansehnlich.

Du hast sicher auch schon einmal gehört, dass man Spinat nicht aufwärmen soll. Das liegt daran, dass bei langem Erhitzen oder mehrfachen Aufwärmen wird Nitrat in Nitrit umgewandelt werden kann. Das entstandene Nitrit kann sich mit Eiweißen zu Nitrosaminen verbinden. Nitrosamine sind giftige, stickstoffhaltige Verbindungen und somit gesundheitsschädlich. Viele Quellen sprechen aber von sehr großen Mengen, die gegessen werden müssen, damit es sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Trotzdem sollte Spinat nicht lange aufbewahrt und möglichst schnell und frisch verzehrt werden. Spinat am Besten immer nur kurz blanchieren. Durch das Zugeben von etwas Zitrone, Limette oder Orange beim Kochen werden weniger Nitrosamine gebildet. Das grüne Blattgemüse eignet sich aber auch prima zum einfrieren und kann so immer portionsweise verbraucht werden.

Vitamin C reduziert wie Wirkung von Oxalsäure und unterstützt die Eisenaufnahme.

Die im Spinat enthaltene Oxalsäure bindet das Eisen und sorgt dafür, dass es im Gemüse gebunden bleibt und vom Körper nicht aufgenommen werden kann. Um diese Struktur aufzubrechen, sollte man Spinat zusammen mit Vitamin C reichem Gemüse verzehren. Dafür eignen sich besonders Brokkoli, Kartoffeln oder Tomaten. Etwas Zitronensaft ins Wasser beim Kochen oder etwas Orangensaft in die dazugehörige Soße, damit brechen die Verbindung von Oxalsäure und Eisen auf. So kann das Eisen dort hin gelangen, wo es gebraucht wird.

Doch warum ist Spinat in unserer MS Ernährung so wichtig? Das im Spinat enthaltene Vitamin C ist wichtig für die Funktion unseres Immunsystems. Es fängt freie Radikale und hilft somit unsere Zellen und Gewebe zu schützen. Vitamin C ist an der Abwehr von Bakterien und Viren beteiligt. Calcium ist ein wichtiger Baustein in unseren Knochen und Zähnen. Er hält alles zusammen und stabilisiert außerdem unsere Zellwände. Calcium ist an der Weiterleitung von Reizen im Nervensystem und in der Muskulatur beteiligt und daher sehr wichtig für unser Nervensystem und das Herz. Auch Folsäure (Vitamin B9) ist bei Multiple Sklerose nicht ganz unwichtig, denn sie hat Einfluss auf die Zellfunktion und das Wachstum von Gewebe. Folsäure kann vom Körper nicht selbst produziert werden. Nur bestimmte Bakterien im Darm sind dazu fähig. Daher ist eine Versorgung durch Nahrungsmittel sehr wichtig für unseren Organismus.

Jetzt habe ich dich genug mit Informationen zu Spinat, Vitaminen und Mineralstoffen gequält – jetzt geht es mit dem neuen Rezept direkt an den Kochtopf.

Mein Wohlfühlrezept: Spinat-Kichererbsen-Eintopf

Zutaten für 4 Portionen

Der Spinat-Kichererbsen-Eintopf ist super schnell zubereitet und eignet sich prima für dein Meal Prep.

Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Möhren schälen, vierteln und in Würfel schneiden. Das Kokosöl in einem Topf schmelzen und die Zwiebeln darin andünsten. Möhren, Currypulver (hier kannst du auch meine selbstgemachte rote Curry Paste probieren, himmlisch!) und Kurkuma zufügen und mit den gehackten Tomaten und der Kokosmilch ablöschen.

Den Eintopf aufkochen und ca. 8-10 min weiter köcheln lassen. Bei Bedarf noch etwas Wasser zufügen. In der Zwischenzeit die Kichererbsen abspülen und abtropfen lassen. Den Spinat waschen, von den großen und dicken stängeln befreien und in Streifen schneiden.

Spinat zufügen und kurz einfallen lassen. Die Kichererbsen und den Saft der ausgepressten Limette zufügen. Anschließend mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Den Koriander waschen und fein hacken. Kurz vor dem Servieren hinzugeben, damit er nicht braun wird.

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Der Eintopf schmeckt sehr frisch durch die Limette, ist leicht scharf und die Kombination von Kokos, Spinat und Tomate ist wirklich sehr lecker.

Solltest du Kichererbsen nicht gut vertragen, kannst du diese auch durch Süßkartoffeln oder Zuccchini ersetzen.

Ich bin sehr gespannt, wie dir mein Wohlfühlrezept schmeckt.
Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar!