In meinem heutigen Beitrag dreht sich alles um Rotkohl. Er ist ein wichtiger Nährstofflieferant und ist von September bis November regional erhältlich. Allerdings werden frühe Sorten bereits im Juni geerntet und er ist oft auch als Lagerware erhältlich. Rotkohl, auch Blaukraut genannt, besteht zu 90% aus Wasser und enthält daher kaum Fett und nur 23 kcal auf 100g. Durch seine vielen Ballaststoffe regt der Kohl die Darmtätigkeit an und die unverdaulichen Fasern verbessern sogar die Darmflora. Mit 5g Ballaststoffen pro 200g enthält er bereits ein fünftel der empfohlenen Tagesdosis. Durch den Gehalt an sättigenden Ballaststoffen kann Rotkohl auch beim Abnehmen helfen. Allerdings kann der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyane, woher der Kohl seine schöne Farbe erhält, bei empfindlichen Personen zu Blähungen führen.

Rotkohl ist außerdem ein wichtiger Vitamin- und Mineralstofflieferant. Rotkohl liefert Vitamin B6 und Folsäure, außerdem decken 100g rohes Gemüse bereits 50% der empfohlenen Tagesdosis (RDA) an Vitamin C. Leider geht beim Kochvorgang fast die Hälfte davon verloren. Vitamin C kann den Körper dabei unterstützen Giftstoffe abzubauen und wirkt gegen freie Radikale. Außerdem enthält er Vitamin E und Vitamin K. Auch bei Vitamin K liefert das Kraut ca. 145 % der RDA.

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Rotkohl – farbenfroher Nährstofflieferant

Rotkohl enthält außerdem Vitalstoffe wie Kalzium, Chlorid, Kalium, Magnesium und Schwefel und Selen. Kalium übernimmt eine wichtige Funktion bei der Reizweiterleitung über die Nervenfasern und bei der der Regulation des Wasserhaushaltes. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthält Rotkohl auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Senföle. Sie schützen die Pflanzen vor Fressfeinden und Pilzen, uns Menschen hingegen vor Krankheiten. Neben den Senfölen spielen auch die sogenannten Radikalfänger eine wichtige Rolle. Bioflavonoide, Chlorophyll, Indole und Phenole haben eine zellschützende Wirkung und können Alterungsprozessen vorbeugen. Außerdem enthält Rotkohl Flavonide und Phenole, die uns vor oxidativem Stress schützen können und eine entzündungshemmende Wirkung haben. Laut einer Studie können Anthocyane sogar Depressionen lindern.

Ich finde es wirklich faszinierend, wie sich Nährstoffe auf unseren Körper auswirken, welchen Einfluss sie auf Krankheiten haben können und welche Effekte sie auf unsere Gesundheit haben. Das ist es, was mich an Ernährung und Ernährung bei MS so fasziniert. Das Thema Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe werde ich hier auf dem Blog auch noch ausführlich behandeln und sehen wie sie die MS und andere entzündliche Erkrankungen beeinflussen und wie auch gesunde Menschen davon profitieren können.

Kalzium ist wichtig für den Knochenstoffwechsel und sorgt dafür, dass wir uns bewegen können.

Warum aber sollten wir Rotkraut in unsere MS Ernährung integrieren? Dafür zeige ich dir, welche Vorzüge die einzelnen Vitalstoffe haben. Kalzium ist wichtig für den Knochenstoffwechsel und für die normale Funktion von Enzymen. Außerdem benötigt unser Körper Kalzium, damit Herz, Nieren und Lungen richtig arbeiten können. Das Kalzium in den Muskeln und im Nervensystem ist quasi der Gegenspieler zum Magnesium. Kalzium sorgt für das Auslösen und die Weiterleitung von Reizen über die Nerven.

Ohne die Versorgung unseres Körpers mit Kalzium, wäre jede Art der Bewegung unmöglich. Da die Impulse fehlen, die dafür sorgen, dass sich die Muskeln zusammenziehen. Außerdem sorgt es für die Stabilität der Zellwände und macht sie nur für wichtige und notwendige Stoffe durchlässig.

Jetzt aber noch einmal zurück zum Rotkraut. Ich verwende es sehr gerne roh in meinen Salaten oder gebe es ganz zum Schluss noch über ein asiatisches Gericht. Auch einen leckeren Salat mit Rotkraut, Sonnenblumenkernen und Apfel lässt sich prima zubereiten.

Hast du Ideen für ein leckeres Rezept mit Rotkraut?
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