Eine ausgewogene und bunte Ernährung ist wichtig für unsere Gesundheit. Je bunter unser Teller, desto mehr Vitalstoffe sind enthalten. Gerade bei einer veganen und vegetarischen Ernährung ist es wichtig, die Vielfalt des regionalen Gemüses zu nutzen. Heute verrate ich dir etwas mehr über 3 wichtige Nährstoffe, die in Rote Bete stecken.

Rote Bete hat von Mai bis März Saison. Sie enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe:

  • Vitamine: B1B2B6 und B9 (Folsäure), Vitamin C und Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A
  • Mineralstoffe: KaliumKalziumNatriumMagnesium, Phosphat
  • Spurenelemente: Eisen und Zink

Rote Bete enthält eine beachtliche Menge an Folsäure, sodass du mit einer Knolle rund 40% der empfohlenen Tagesmenge decken kannst. Folsäure und Eisen sind maßgeblich an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt, weshalb Rote Bete ebenfalls einen positiven Effekt auf den Bluthaushalt hat. Rote Bete enthält außerdem Nitrat und Stickstoffverbindungen, welche einigen Studien zufolge gegen Bluthochdruck und Diabetes helfen können. Das Nitrat wird im Körper in Nitrit umgewandelt, welches einen entspannenden Effekt auf Blutgefäße haben soll. Außerdem soll Rote Bete bei Diabetikern die Stickstoffproduktion im Körper ankurbeln, wodurch der Blutzucker besser kontrolliert werden kann.

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Der sekundäre Pflanzenstoff Betanin hat viele positive Auswirkungen auf unseren Organismus.

Die rote Knolle ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, die Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirken können. Der Farbstoff Betanin, von dem die Knolle ihre schöne Farbe erhält, wirkt antioxidativ. Betanin, gehört zur Gruppe der Flavonoiden, diese können Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Außerdem können die sekundären Pflanzenstoffe freie Radikale abfangen und somit unsere Zellen vor Angriffen schützen. Betanin sorgt für eine Stimulation der Leberzellen, was wichtig ist um Giftstoffe abzutransportieren. Außerdem wird die Gallenblase gekräftigt und das hilft dabei, die Gallengänge gesund und frei zu halten. Der sekundäre Pflanzenstoff bringt damit wichtige Funktionen für die Verdauung in Schwung und hilft dabei, dass diese reibungslos ablaufen kann. Betanin soll außerdem den Fettstoffwechsel im Körper ankurbeln und kann beim Abnehmen helfen.

Betain ist auch als Trimethylglycin (TMG) bekannt. Dieses wirkt als Stimmungsaufheller, denn es kann den Serotoninspiegel erhöhen und damit für eine vermehrte Ausschüttung der Glückshormone sorgen.

Kleiner Exkurs Serotonin: Seretonin ist ein Botenstoff, der in unserem Nervensystem dafür verantwortlich ist, Informationen von einer Nervenzelle zur anderen weiterzugeben. Serotonin ist an vielen unterschiedlichen Prozesse, beteiligt. Im zentralen Nervensystem etwa ist das Serotonin ein wichtiger Botenstoff, der unterschiedlichste Prozesse beeinflusst:

  • Appetit
  • Bewertung von Schmerz
  • Bewusstseinslage und Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Emotionen, Stimmung und Antrieb
  • Körpertemperatur
  • Zentrales Belohnungssystem

Solltest du eine größere Menge Rote Bete essen, oder mehrere Tage hintereinander, kann der Betanin den Urin und Stuhl rötlich färben. Aber keine Angst! Es ist absolut nichts schlimmes und völlig unbedenklich.

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Folsäure (B9) ist wichtig für die Produktion neuer Zellen und damit sehr wichtig für den Organismus

Folsäure gehört zu der Gruppe der B-Vitamine und ist wasserlöslich. Sie ist essenziell, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann, sondern durch die Nahrung aufnehmen muss. Se spielt bei Wachstumsprozessen und der Zellteilung eine wichtige Rolle und ist hauptsächlich in der Zelle aktiv. Folsäure spielt bei der Bildung der Erbsubstanz (DNA) und damit bei der Zellteilung eine wichtige Rolle. Außerdem ist sie an allen Wachstums- und Heilprozessen beteiligt. Die blutbildenden Zellen im Knochenmark teilen sich sehr häufig, daher ist eine ausreichende Versorgung an Folsäure wichtig für die Blutbildung.

Bei einem starken Folsäuremangel kann es zu ganz unterschiedlichen Mangelerscheinungen kommen, wie beispielsweise Haarausfall, Hautprobleme, depressive Verstimmungen oder Blutarmut. Auch kann es zu einer Rückbildung der Schleimhäute kommen und eine Schleimhautentzündung im Magen-Darm-Trakt oder im Mund (Mundschleimhautentzündung) auslösen.

Da Folsäure an der Zellteilung und Neubildung beteiligt ist, haben Schwangere einen wesentlich höheren Bedarf. Oft wird hier der Bedarf in Form einer Nahrungsergänzung gedeckt. Alkohol und manche Medikamente können die Verwertbarkeit von Folsäure erschweren. In diesem Fall sollte auf eine ausreichende Zufuhr geachtet werden. Außerdem ist Folsäure wichtig, für den Stoffwechsel bestimmter Aminosäuren.

Folsäure ist sehr instabil und anfällig gegenüber Hitze, Licht und Luft. Durch falsche Lagerung und falsche Zubereitung von Speisen kann es zu Verlusten an Folsäure kommen. Vor allem in Fertiggerichten ist kaum noch Folsäure zu finden. Daher ist es wichtig Gemüse frisch und schonend zuzubereiten. Auch Vitamin B12 aktiviert zusätzlich die Folsäure im Körper und ist für die Bereitstellung wichtig.

Vitamin C schützt unsere Zellen vor Angriffen und unterstützt die Leber bei der Entgiftung.

Rote Bete verfügt außerdem über eine ordentliche Portion Vitamin C, vor allem im rohen Zustand. Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans welches die Zellen vor freien Radikalen schützt. Es unterstützt unser Immunsystem fängt freie Radikale im Blut, im Gehirn ab und macht sie unschädlich. Vitamin C kann auch unsere Gefäße schützen, denn es hält unser Blut dünn flüssig und sorgt damit für einen normalen Blutfluss. Außerdem kann es die Innenwände der Arterien glatt halten, so dass Cholesterin oder andere Substanzen sich dort nicht anlagern können.

Vitamin C unterstützt die Kollagensynthese für Gelenke, Bänder und Sehnen. Dabei werden Eiweiß und andere Substanzen zu Kollagenfasern verschweißt, das kräftigt das Bindegewebe. Kollagen ist verantwortlich für die Elastizität von Haut, Bändern, Sehnen und Gefäßen. Außerdem gibt es unseren Knochen und Zähnen die erforderliche Festigkeit. Auch unser Narbengewebe besteht ebenfalls aus Kollagen, daher ist Vitamin C auch für die Wundheilung sehr wichtig. Es unterstützt zudem die Leber beim Abbau von Giftstoffen. Auch die Aufnahme von pflanzlichem Eisen kann bereits durch eine kleine Menge Vitamin C verbessert werden. Neben Eisen kann auch Kalzium durch Vitamin C besser aufgenommen werden. Beispielsweise wird das Eisen, welches in der Milz und in den Darmwänden eingelagert ist, wieder in die Blutbahn gebracht. Dort kann es zum Sauerstofftransport und zur Stärkung des Immunsystems dienen.

Vitamine und Mineralstoffe sind ein Wunderwerk welches wir unendlich schätzen sollten.

Da die Blätter der Roten Bete auch die oben genannten positiven Eigenschaften mit sich bringen, kannst du in Salat oder Smoothies verwenden. Aber Achtung: Rote Bete enthält zwar nur eine geringe Mengen an Oxalsäure, dennoch sollten Menschen mit Gicht, Rheuma oder Nierenerkrankung die rote Knolle nur in geringen Mengen zu sich nehmen.

Es ist wirklich beachtlich, was Vitalstoffe in unserem Körper leisten. Wie eingespielt sie in bestimmte Prozesse sind und wie sie sich auf unsere Gesundheit auswirken. Bei meinen Recherchen bin ich immer wieder erstaunt darüber was Vitamine und Mineralstoffe alles leisten können. Wir sollten unendlich Dankbar dafür sein, dass wir tagtäglich davon profitieren können!

Zum Abschluss gibt es noch ein sehr leckeres Rezept für dich! In meinem Gemüsegarten habe ich natürlich auch Rote Bete, denn die kleine rote Knolle bringt Abwechslung auf den Teller, weil man sie so vielseitig verwenden kann. Egal ob Suppe, Salat oder aus dem Ofen, lass der Kreativität einfach freien Lauf.

Rote Bete Carpaccio mit Ziegenfeta

Mein heutiges Rezept kannst du auch in einer veganen Variante zaubern, in dem du ein paar wenige Zutaten austauschst.

Für 2 Portionen benötigst du:
1-2 Knollen frische Rote Bete
etwas Salz
100g Ziegenfeta*
2 EL Pininekerne
Olivenöl, Honig*, Senf, Salz, Pfeffer, Zitronensaft
50g Wildkräutersalat

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Bitte Handschuhe tragen, da die kleinen roten Knollen sehr stark färben.

Die Rote Bete von den Blättern und den kleinen Wurzeln befreien. Mit einer Gemüsebürste unter warmen Wasser gut abwaschen. Solltest du keine eigene Rote Bete aus dem Garten haben oder Bio Qualität finden, dann solltest du sie lieber schälen.

Die Knollen mit dem Gemüsehobel in feine Scheiben hobeln. In einer Schüssel mit Salz vermischen und min. 30 min, besser 1 Stunde durchziehen lassen. Dann werden sie schön weich.

In der Zwischenzeit kannst du den Salat waschen und trocknen und das Dressing anrühren. Dazu einfach Honig*, Senf, Olivenöl, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Wenn du groben Senf zu Hause hast, kannst du auch diesen verwenden, das gibt dem Dressing einen besonderen Pepp.

Die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten und zur Seite stellen. Nach der Ruhezeit die Rote Bete auf einem Teller anrichten in dem du die Scheiben leicht überlappend im Kreis legst. Etwas Salat auf die Mitte geben und Ziegenfeta* darüber bröseln. 1 EL Pininekerne darüber geben und mit Dressing beträufeln.

*Honig kannst du gegen Agavendicksaft, Ahornsirup od. Dattelsirup austauschen. Den Ziegenfeta gegen einen veganen Frischkäse.

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