Home Office – 5 Tipps für produktives und gesundes Arbeiten

Home Office, Heimarbeit, Gesundheit, Coronavirus, Arbeitsplatz

In dieser turbulenten Zeit haben viele die Möglichkeit im Home Office zu arbeiten. Doch wie geht man das am Besten an? Wie richtet man sich seinen Arbeitsplatz ein? Was tun, wenn man kein separates Büro zur Verfügung hat? Welche Möglichkeiten gibt es auch im Home Office aktiv und gesund zu bleiben? Heute bekommst du von mir einige Tipps, die ich selbst bereits zu Hause umgesetzt und auch schon vor der Zeit von Heimarbeit berücksichtigt habe. Denn durch die Arbeit an meinem Blog und auch durch mein Studium verbringe ich zu Hause viele Stunden am Schreibtisch.

Ich habe mir bei unserem Umzug ins neue Heim bereits ein Büro gewünscht und auch eingerichtet. Ich habe einen schönen großen Schreibtisch und habe mir auch einen großen Bildschirm zugelegt, damit ich bei meinen Recherchen besser arbeiten kann. Den ganzen Tag am Laptop zu verbringen ist schon anstrengend. Auch habe ich mir gleich einen schönen Schreibtischstuhl angeschafft. Ein richtig schöner Chefsessel in weiß! Ich liebe es, wenn das Büro schön hell ist. Auch der Schreibtisch und die Möbel sind weiß. Fast alles ist in den Schränken verstaut, denn wenn zu viel Zeug draußen liegt, werde ich immer ganz unruhig und denke immer, ich habe vergessen etwas zu erledigen. Daher kommen Unterlagen immer gleich in die Ordner und schon herrscht kein Papierchaos mehr.

Jetzt bekommst du meine 5 Tipps, wie du im Home Office richtig gut arbeiten kannst.

Für viele kam der Umzug ins Home Office überraschend. Ohne Vorbereitung hieß es: ab sofort zu Hause arbeiten. Schwierig wird das Ganze, wenn man kein separates Büro zur Verfügung hat und am Esstisch arbeiten muss. Oft nicht ergonomisch und eher provisorisch eingerichtet. Manchmal steht sogar nur ein Laptop zur Verfügung. Die Wege in die Küche, zur Toilette sind auch kürzer und der Gang ins Büro des Kollegen fällt leider auch aus. Daher ist auch Bewegung im Home Office unerlässlich. Dazu kommt noch die Ablenkung durch die Kinderbetreuung und vielleicht noch eine zweite Person, die von zu Hause arbeitet.

1. Richte dir einen festen und ruhigen Arbeitsplatz ein.

Für konzentriertes und ablenkungsfreies Arbeiten im Home Office ist ein fester Arbeitsplatz unerlässlich. Sollte es keine andere Möglichkeit geben, kann dieser auch am Esstisch eingerichtet werden. Wichtig ist, dass der Platz nur als dein Arbeitsbereich zur Verfügung steht. Wenn möglich frage deinen Arbeitgeber, ob du einen Bildschirm mitnehmen kannst, denn das Arbeiten am Monitor ist auf Dauer angenehmer als am Laptop zu arbeiten. Es schont die Augen und den Rücken. Außerdem sollte der eingerichtete Platz ruhig sein. Am Besten mit einer Tür, die du zu machen kannst um in Ruhe telefonieren zu können. Ein Arbeitsplatz auf dem Sofa oder gar im Bett ist keine gute Idee!

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Wichtig ist auch die Ergonomie am Arbeitsplatz. Nicht nur im Büro sollte darauf geachtet werden, sondern auch zu Hause. Der Bildschirm steht mind. 50 cm von dir entfernt. Dabei solltest du direkt auf den Monitor schauen können und zwar so, dass der obere sichtbare Rand etwas unterhalb der Augenhöhe liegt.

Dazu kommt noch das Raumklima. Du solltest immer für ausreichend frische Luft sorgen und die Heizung natürlich nicht zu hoch oder zu niedrig drehen. Die optimale Temperatur zum Arbeiten liegt bei 20-22 Grad und 40-60% Luftfeuchtigkeit. Auch solltest du direkte Sonneneinstrahlung auf den Schreibtisch bzw. auf den Bildschirm vermeiden.

2. Schaffe dir eine strukturierte Arbeitsumgebung

Ordnung ist das halbe Leben! Auch ein ordentlicher Schreibtisch sorgt dafür, dass du konzentrierter und produktiver arbeiten kannst. Denn musst du Unterlagen suchen, bringt dich das aus dem Fluss und stört die Konzentration. Außerdem schafft ein aufgeräumter Arbeitsplatz eine gewisse Wohlfühlumgebung.

3. Bleibe in Kontakt mit deinen Kollegen

Raus aus den Routinen hinein in die Einsamkeit des Home Office. Kommunikation und Soziale Kontakte im Büro ist für viele sehr wichtig. Mal schnell zum Kollegen ins Nachbarbüro um ein paar Dinge zu besprechen oder ein kurzer Plausch an der Kaffeemaschine. Hier noch schnell ein Meeting kurz vor Feierabend dazwischen schieben oder eine Videokonferenz mit einem Kollegen im Ausland abhalten. Gerade jetzt im Home Office solltest du in regelmäßigem Kontakt mit deinen Kollegen stehen. Besser einmal zum Telefon greifen anstatt E-Mails zu schreiben. Soziale Kontakte halten nämlich die Motivation aufrecht.

4. Plane regelmäßige Pausen und Bewegung ein

Die Wege im Home Office sind kürzer als die im Büro. Das bedeutet natürlich auch, dass du viel weniger in Bewegung bist als an einem normalem Tag im Büro. Viele denken, dass sie im Home Office den Schreibtisch nicht verlassen können. Oft aus Angst, dass sie nicht erreichbar sind. Doch gerade im Home Office sollten Pausen und Bewegung nicht zu kurz kommen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, leite für diese Zeit dein Telefon auf einen Kollegen um. Oder nehme das Handy einfach kurz mit. Du solltest dir aber mindestens einmal pro Stunde etwas Bewegung einplanen. Aufstehen und kurz ein paar Schritte durch die Wohnung laufen. Vielleicht sogar kurz auf die Terrasse oder den Balkon gehen, frische Luft schnappen, Schultern und Nacken lockern. Im Home Office gehe Pausen oft vergessen, wenn man in die Arbeit vertieft ist. Man ist alleine und ungestört, da vergeht die Zeit manchmal wie im Flug. Versuche dich daher regelmäßig zu bewegen.

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Auch deine Mittagspause solltest du bewusst wahrnehmen. Genau wie im Büro steht dir auch zu Hause ein Pause zu. Versuche diese Abseits von deinem Arbeitsplatz zu gestalten. Essen während oder neben der Arbeit ist keine gute Idee und kann auf dauer zu einem gestörten Essverhalten führen. Die Pause ist deine Zeit um neue Energie zu schöpfen, vielleicht einen kleinen Spaziergang zu machen und dir ein gesundes Mittagessen zuzubereiten. Tipps für eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit schnellen Rezepten gibt es im nächsten Beitrag – oder schau bei meinen Meal Prep Tipps vorbei. Diese kannst du natürlich auch im Home Office einsetzen.

5. Halte Routinen und feste Arbeitszeiten ein

Home Office bedeutet nicht, dass du dir deinen Tag einfach so einteilen kannst, wie du es möchtest. Die Arbeitszeiten sind auf jeden Fall mit dem Vorgesetzten, bzw. dem Arbeitgeber abzustimmen. Für das Unternehmen ist es wichtig zu wissen, wann die Mitarbeiter zur Verfügung stehen und wann sie erreichbar sind.

Ich persönlich finde es auch besser an Routinen festzuhalten. Ich stehe genau wie vorher jeden Morgen um 5:45 Uhr auf und sitze zwar etwas früher am Schreibtisch, weil ich mir den Arbeitsweg gespart habe, aber ich nutze jetzt nicht die Gelegenheit um länger zu schlafen, vielleicht noch schnell einkaufen zu gehen oder die Wäsche zu machen.

Home Office ist Arbeitszeit und den Haushalt solltest du in jedem Fall auf nach der Arbeit verschieben. Eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit ist sehr wichtig. Verschwimmen die Grenzen kann man irgendwann nicht mehr richtig abschalten und das Feierabendgefühl stellt sich nicht mehr ein. Das bedeutet, dass die Motivation irgendwann im Keller ist. Gleiches gilt umgekehrt. Erledigt man viele Dinge nebenbei, leidet die Konzentration. Man wird ständig abgelenkt. Sei es die Spülmaschine die fröhlich piept, weil sie gerade fertig ist, oder die Wäsche in der Maschine, die nur mal eben schnell aufgehängt werden will. Produktives Arbeiten lässt sich mit dem Haushalt nicht vereinbaren. Am Abend merkt man dann, wie wenig man abgearbeitet hat. Und wieder sinkt die Motivation.

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Zum Schluss kommt noch ein Thema, bei dem ich leider nicht so gut mitreden kann, daher habe ich für dich ein paar Informationen zusammen gesucht.

Home Office mit Kindern – Gute Planung ist das A und O

Sind deine Kinder bereits alt genug, könnt ihr den Tag gemeinsam planen. Sprecht Arbeits- und Pausenzeiten ab und nehmt euch Zeit für ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen. So wissen die Kinder wann sie sich alleine beschäftigen müssen und wann Zeit mit der Familie geplant ist.

Vielleicht hast du auch die Möglichkeit einen kleinen Schreibtisch neben deinem einzurichten an dem dein Kind oder Kinder malen, basteln und spielen können. Für Telefonate mit Kunden oder Videokonferenzen solltest du dich allerdings zurück ziehen können. Auch das klappt sicher nur, wenn Kinder schon etwas älter sind.

Ich denke, dass viele Arbeitgeber in der jetzigen Situation Verständnis dafür haben, dass du im Home Office mit Kinderbetreuung nicht die Arbeitsleistung bringen kannst, die du im Büro aufbringst. Ein offenes Gespräch kann hier sicherlich auch Abhilfe schaffen. Sich auf andere Arbeitszeiten zu verständigen, wenn zum Beispiel der Partner die Betreuung übernehmen kann oder vielleicht dann, wenn die Kinder schon im Bett sind. Beim ZDF findest du einige Tipps zum Home Office mit Kindern.

Im nächsten Beitrag geht es um gesunde Ernährung im Home Office. Meine Tipps zur Vorbereitung und leckere schnelle Gerichte!

Hast du Tipps, die du gerne teilen möchtest?
Dann hinterlasse doch gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Multiple Sklerose und Leistungsdruck

Leistungsdruck

Wer hat ihn nicht schon einmal gehört, diesen berühmten Satz – “Unter Stress arbeite ich am besten”? Sicher hat man das Gefühl unter schwierigen und stressigen Bedingungen produktiver zu sein. Aber der Schein trügt, denn Dauerstress und Leistungsdruck können die Leistungsfähigkeit mindern. Kleine Fehler schleichen sich ein, die vielleicht sogar unbemerkt bleiben. Man arbeitet nicht mehr so genau und sauber, hat aber dennoch das Gefühl schneller und produktiver zu sein.

So viele Menschen haben mit Burnout, Depressionen oder gar Essstörungen zu kämpfen. Auch junge Menschen sind immer häufiger davon betroffen. Ich denke, das war nicht immer so, dennoch wird in den Medien immer mehr über das Thema Burnout und Depressionen gesprochen. Gehen wir heute nur offener mit diesen Erkrankungen um? Oder stimmt es wirklich, dass der ständige Leistungsdruck und die Schnelllebigkeit der Welt immer mehr Druck auf uns ausüben? Und zwar so sehr, dass die Zahl, der von psychischen Erkrankungen Betroffenen, stetig steigt. Auch bei Multiple Sklerose hat Stress negative Auswirkungen auf unsere Erkrankung.

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Kooperationen – Ehrlichkeit & Transparenz

Kooperationen

[Dieser Beitrag enthält *Affiliate Links]

Bei mir gibt es heute ein Thema abseits von Multiple Sklerose und Ernährung bei MS. Ich möchte mir dir über Kooperationen sprechen und warum sie so wichtig für uns Blogger sind. Warum mir Ehrlichkeit und Transparenz wichtig ist und warum das Gesetz einen manchmal zwingt, Beiträge als Werbung zu kennzeichnen, auch wenn ich kein Geld oder eine Gegenleistung dafür erhalte.

Warum ich diesen Beitrag schreibe? Um dir zu zeigen, was eine Kooperation für einen Blog bedeutet, wie eine Kooperation abläuft und dass man durch Kooperationen nicht reich wird. Warum Kooperationen nicht nur ein bisschen bezahlte Werbung sind, sondern dass auch viel Arbeit dahinter steckt und auch viele rechtliche Dinge zu beachten sind.

In den letzten Monaten habe ich festgestellt, dass gerade in den sozialen Netzwerken Beiträge, die mit *Werbung/Kooperation gekennzeichnet sind, nicht mehr so häufig aufgerufen oder geliked werden. Was ich ehrlich gesagt sehr schade finde. Ich möchte nun etwas Licht in den Dschungel der Werbung und der Kooperationen bringen und hoffe, dass du dem Ganzen nicht mehr so skeptisch gegenüber stehst.

Leider werden, mit Werbung markierte Beiträge oft nicht gelesen.

Als ich vor über 2 Jahren mit dem Bloggen über Multiple Sklerose anfing, war nicht der erste Gedanke mit dem Bloggen Geld zu verdienen, sondern Menschen zu helfen, Mut zu machen und die Angst vor der Krankheit mit den 1.000 Gesichtern zu nehmen. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man die ersten Angebote erhält und sich Gedanken machen muss, wie es weiter gehen soll. Will ich das Ganze mehr oder weniger nebenbei laufen lassen? Oder möchte ich mein Herzblut hinein stecken und den Blog groß machen und mehr Menschen erreichen? Wenn man sich für den Schritt entscheidet, einen Blog groß zu machen, muss man investieren! Ein neues Layout, Grafiker oder Programmierer, rechtssichere Datenschutzbestimmungen und Impressum, Umsetzen der DSGVO, Versicherungen, Sicherheitssysteme für E-Mail und Website und vieles mehr. Aber jetzt kommt das, was du sicher nicht wusstest – es kostet einen Haufen Geld einen Blog zu unterhalten!

Die Kosten für einen semi professionellen Blog belaufen sich auf ca. 300-400 Euro pro Jahr, allein für das oben genannte. Es kommt auch immer darauf an, wie viel du selbst machen kannst. Hinzu kommen noch die eigene Arbeitszeit, Workshops, Fahrtkosten, Bücher, Soft- und Hardware und noch einiges mehr. Einen Blog zu unterhalten ist also ein teures Hobby.

Kooperationen

Bloggen ist mehr als nur Beiträge schreiben und Fotos posten.

Ein Blog über Multiple Sklerose ist sicher eine Nische und findet nicht so viele Leser, wie beispielsweise ein Blog über Fashion, Reisen oder Kochen. Ein ein Blog über MS interessiert nur eine handvoll Menschen, die entweder selbst betroffen sind oder die Angehörige oder enge Freunde haben, die mit dieser Krankheit leben. Daher ist es so wichtig, diese handvoll Menschen zu erreichen, abzuholen und zu binden. Und das nicht nur, um die Reichweite zu erhöhen, sondern auch um mehr Aufklärungsarbeit zu leisten und den Menschen zu zeigen, was es bedeutet eine chronische Erkrankung zu haben. All die Arbeit, die ich Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat in diesen Blog stecke soll nicht umsonst sein.

Bereits nach einem Jahr bloggen erhielt ich die ersten Kooperationsanfragen. Oft waren die Bedingungen an verstecke Werbung gebunden oder mir wurde ein Produkt angeboten, das in keinster Weise zu mir oder meinem Blog gepasst hat. Diese Kooperationen habe ich sofort abgelehnt. Bei meinen Kooperationen möchte ich meine ehrliche Meinung äußern dürfen und Produkte oder Dienstleistungen testen, bevor ich eine Kooperation endgültig zusage. Dieser Blog ist persönlich und authentisch und mir liegt sehr viel daran, dir gegenüber ehrlich zu sein, denn nur dann kann ich ein Produkt mit gutem Gewissen empfehlen. Ich empfehle dir also nur etwas, mit dem ich mich identifizieren kann und von dem ich überzeugt bin. Nur damit kann man einen wirklich authentischen Blog schreiben. 

Die von mir erstellten Artikel entsprechen 100% meiner Meinung und werden nicht durch den Auftraggeber beeinflusst.

Meine erste richtige Kooperation habe ich mit Robert von naturalie auf die Beine gestellt. Wie ich auch in meinem Beitrag geschrieben haben, war ich sehr beeindruckt von der Offenheit, die Robert mir entgegen brachte. Wir haben uns schnell auf ein passendes Konzept verständigt, jedoch wollte ich natürlich erst einmal testen, was ich dort bewerbe. Robert hat mir die Produkte kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Nach 3 Monaten war klar, die Produkte haben mich überzeugt – und auch die Geschichte von Josis & Robert. Ich und mein Partner nehmen viele Produkte von naturalie regelmäßig und daher habe ich mit Robert eine Affiliate Kooperation vereinbart. Wenn ihr die Produkte bei naturalie* über meinen Blog kauft, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten, da kannst du dir sicher sein!

Mir dieser Kooperation habe ich bis heute (innerhalb von 8 Monate) gerade einmal 50 Euro verdient. Und diesen Betrag muss ich noch versteuern. Man verdient also wirklich nicht viel und deckt nur einen klitzekleinen Teil der Kosten. Aber alles was ich hier verdiene fließt derzeit auch wieder zu 100% zurück in den Blog, denn ich möchte hier noch viel Aufbauarbeit leisten und den Blog weiter Groß machen.

Zu einer Kooperation gehört mehr als nur Produkte zu testen und weiter empfehlen.

Natürlich gab es seit dem noch ein paar weitere Kooperationen. Auch hier kann ich euch sagen, dass ich viel Arbeit in diese Kooperationen gesteckt habe. Ein erstes telefonisches Kennenlernen, Themen sammeln und festlegen, Angebot schreiben, Vertrag aushandeln, evtl. noch einmal telefonieren – all das geht zu Lasten meiner Freizeit und wird nicht bezahlt. Und da können schon mal ein paar Stunden zusammen kommen. Für mich ist das Arbeit, die ich neben meinem Job, Studium und meinem Ehrenamt leiste. Allerdings macht es mir sehr viel Spaß und es freut mich zu sehen, wie groß die Resonanz zu Artikeln oder Beiträgen auf dem Blog und in den sozialen Netzwerken ist.

Mein aktuelles Projekt mit der MS App “Cleo” habe ich beispielsweise in meinem Urlaub angefangen aufzubauen. Telefonkonferenzen, Verträge aushandeln, Aufruf starten, Instagram Posts, Reiseplanung und vieles mehr, habe ich nebenbei auf dem Camino erledigt. Nach einem Lauftag mit 30 km habe ich mein Video aufgezeichnet, Posts geschrieben und E-Mails beantwortet. Ihr könnt mir glauben, es ist wirklich viel Arbeit eine solche Kooperation auf die Beine zu stellen. Auch das Cleo Kochevent in München war kein Zuckerschlecken. Anreise mit dem Zug von über 4 Stunden, Vorbereitung auf die Interviews, 5 Stunden Event mit Live Postings, Foto- und Filmaufnahmen und später noch das Schreiben eines Beitrags. Es hat viel Spaß gemacht und es war toll – aber auch viel Arbeit. Dazu kamen im Vorfeld noch die Absprachen mit der Agentur und meiner Bloggerkollegin, diese haben auch viel Zeit in Anspruch genommen.

Cleo

Werbekennzeichnung – lieber einmal zu oft, als später in der Abmahnfalle zu landen.

Außerdem muss ich als Blogger auch viele rechtliche Dinge beachten. Das Heilmittelwerbegesetz, welches sehr umfangreich und kompliziert ist, muss eingehalten werden. Umfangreiche Regelungen, die dafür gesorgt haben, dass ich einige Artikel vorerst wieder vom Blog nehmen musste. Jetzt arbeite ich mit Hochdruck daran, das alles mit einem Anwalt zu klären, damit die Artikel wieder online gehen können. Denn die Artikel über die verschiedenen Basistherapien waren sehr beliebt bei meinen Lesern.

Letztes Jahr im Sommer stand die Social Media Welt Kopf, denn es gab ein heftiges Urteil gegen eine Bloggerin bezüglich Werbekennzeichnung. Sicher gibt es den ein oder anderen Blogger, der damit etwas fahrlässig umgeht, aber hier reden wir von Bloggern bzw. Influencern, die mehrere 100K Follower haben. Aufgrund dieses Urteils, herrschte eine ganze Weile Ungewissheit unter den Bloggern. Bei Instagram und Facebook habe ich damals gleich angekündigt, von nun an mehr Beiträge mit Werbung zu kennzeichnen, um auf der sicheren Seite zu sein. Bei einer Markenerkennung oder Verlinkung könnte man schon einen Werbecharakter hinein interpretieren. Vor allem bei Bloggern, die mit Ihrem Blog und den Social Media Aktivitäten Geld verdienen.

Werbekennzeichnung sorgt für schlechte Sichtbarkeit der Beiträge in den Sozialen Netzwerken.

Leider wird uns diese Sicherheits-Kennzeichnung oft zum Verhängnis, denn gekennzeichnete Beiträge werden oft nicht gelesen oder geliked. Zum Glück gibt es mittlerweile einige Urteile und auch einen Leitfaden, der es etwas einfacher macht. Dennoch kann es vorkommen, dass Beiträge als Werbung gekennzeichnet werden müssen, bei dem der Blogger keine Gegenleistung erhält. Auch solche Themen müssen mit einem Anwalt besprochen werden, um auf der sicheren Seite zu sein. Aber auch das verursacht Kosten.

Neben bezahlten Kooperationen gibt es natürlich auch Interview Anfragen, die von den Zeitungen, Plattformen nicht bezahlt werden. Solche Kooperationen nehme ich für mich eher als Werbeplattform, denn wenn ich ein Interview für eine Zeitung gebe, erhöht das die Bekanntheit meines Blogs und ich kann damit mehr Leser erreichen. Aber auch das ist Arbeit, denn es ist Zeit die man investieren muss um solch ein Interview zu führen. Meist muss man noch Fotos auswählen und man bekommt noch einen Korrekturabzug. Arbeitszeit! Es macht Spaß Interviews zu schreiben oder Telefoninterviews zu geben. Es sind viele tolle Projekte entstanden. Schau mal auf meiner Presse Seite vorbei, da habe ich alle Interviews für dich verlinkt. Außerdem gibt es weitere Infos zur Affiliate-Partnerschaft.

Ich hoffe, du verstehst nun etwas besser, was es mit den Kooperationen auf sich hat und wirst mir den ein oder anderen Like mehr da lassen. Nur so kann der Blog wachsen und mehr Menschen erreichen und mehr Aufklärung über Multiple Sklerose erreichen.

Danke für deine Unterstützung!

Bürosommer: 5 Tipps für einen leistungsfähigen Arbeitstag

Bürosommer

Was waren das nur für verrückte heiße Tage? Trotz dass keine Temperaturen um die 40 Grad mehr erwartet werden, hat der Bürosommer noch kein Ende gefunden. Wer nicht das Glück einer Klimaanlage am Arbeitsplatz hat, der kommt auch in den nächsten Wochen noch ordentlich ins Schwitzen. Aber auch Kopfschmerzen und Müdigkeit, fehlende Konzentration und Motivation werden sich noch weiter bemerkbar machen.

Um während des Bürosommers weiterhin leistungsfähig zu bleiben und nicht in ein Mittagstief zu fallen ist es wichtig ein paar bestimmte Dinge zu beachten. Mit einfachen Tipps lässt sich die Konzentration und Leistungsfähigkeit bis in den Nachmittag aufrecht erhalten. Vor allem kann dies durch die richtige Ernährung und etwas mehr Bewegung erreicht werden.

Wenn dir Herr Uhthoff noch zu schaffen macht, dann haben ein paar meine Bloggerkollegen und ich für euch ein paar tolle Tipps zusammen gefasst die Ihr bei MyTherapy App nachlesen könnt.

Bürosommer

Hitze weitet die Blutgefäße und sorgt für einen abfallenden Blutdruck: Ein Hitzekollaps droht!

Bei den Rekordtemperaturen der letzen Tage steigt das Risiko einen Hitzekollaps zu bekommen. Gerade chronisch Kranke Menschen und auch Altere sind gefährdet. Durch die Hitze kommt man in Schwitzen und die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck fällt ab und schwächt den Kreislauf. Das führ dazu, dass unser Gehirn nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt wird – Verwirrungszustände können entstehen. Vorsicht ist geboten, denn es kann außerdem zur Bewusstlosigkeit kommen und auch zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag. Daher ist es wichtig bei diesen Extremtemperaturen Vorsorge zu treffen und mit ein paar einfach umzusetzenden Tipps gut durch den heißen Bürosommer zu kommen.

Speziell hierfür habe ich euch ein paar tolle Tipps zusammengestellt, die euch den Arbeitstag gut überstehen lassen. Natürlich könnt ihr diese auch zu Hause umsetzen, denn auch hier ist mit den steigenden Temperaturen Vorsicht geboten.

Tipp 1: Trinken, trinken, trinken, aber bitte richtig!

Eine Flüssigkeitszufuhr von 2 Liter täglich wird generell empfohlen. Doch bei den sommerlichen Temperaturen verliert der Körper 2 bis 3 mal so viel Flüssigkeit. Also müssen wir auch unsere Trinkmenge anpassen, denn der hohe Flüssigkeitsverlust kann schnell zu einer Dehydration führen. Dabei reicht schon der Verlust von 3% der Körperflüssigkeit aus. Es gilt daher regelmäßig zu Trinken! Neben der Trinkmenge ist es auch wichtig nicht zu kalt zu trinken, denn das fördert das Schwitzen. Der Körper benötigt bei kalten Getränken zu viel Energie um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu bringen.

Bürosommer

Besser ist es daher zu lauwarmen Getränken, wie ungesüßten Kräuter- oder Früchtetees zu greifen. Lauwarme Getränke führen zu leichtem schwitzen, was wiederum dazu dient, den Körper runter zu kühlen. Bei Wasser solltet ihr darauf achten, dass es reich an Natrium und Magnesium ist, da dem Körper durch den Schweiß viel davon verloren geht. Du kannst dein Wasser auch aufpeppen, in dem du etwas Minze, Gurke oder Limette in deine Flasche oder in eine Karaffe gibst. Langweiliges Wasser für den Bürosommer ist damit kein Thema mehr. Gesüßte Limonaden und Säfte sind generell für die Flüssigkeitszufuhr ungeeignet. Solltet ihr Fruchtsäfte oder Gemüsesäfte trinken wollten, empfiehlt sich ein Mischverhältnis 1:1 mit Wasser. Alkohol solltet ihr bei der Hitze vermeiden, denn er belastet den Kreislauf sehr stark.

Tipp 2: Für geeignete Abkühlung sorgen

Viele von euch kennen Sie, die Kühlwesten oder Shirts. Was wenn es im Büro aber keine Möglichkeit gibt diese zu kühlen oder gar anzuziehen, da es eine Kleiderordnung gibt? Lässt die Konzentration nach, weil der Kreislauf geschwächt ist, empfiehlt es sich kurz kaltes Wasser über die Unterarme laufen zu lassen. Das bringt den Kreislauf wieder in Schwung und förder damit die Konzentration. Auch feuchte Tücher im Nacken, um Fuß- oder Handgelenke können diesen Effekt haben. Ich persönlich verwende sehr gerne die Wassersprays, welche es im Drogeriemarkt gibt. Ich stelle sie im Büro in den Kühlschrank und bei Bedarf besprühe ich mit dem kühlen Nass meine Unterarme und Unterschenkel. Das erfrischt und gerade das Spray mit dem Kokosduft versetzt mich in Urlaubsstimmung.

Vielleicht erlaubt euer Chef auch ein kühles Fußbad unter dem Schreibtisch? Wem dies nicht erlaubt ist, der kann auch einfach zwei Kühlpacks in den Kühlschrank legen und dann unterm Schreibtisch die Füße darauf stellen. Das fördert die Durchblutung und kann das Anschwellen der Füße verhindern bzw. verringern. Solltet ihr Probleme mit Wassereinlagerungen bei den heißen Temperaturen haben, empfiehlt es sich mindestens einmal pro Stunde aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen.

Tipp 3: Leichte Ernährung bevorzugen

In der Kantine gibt es Schnitzel mit Pommes und an der Imbissbude um die Ecke wartet die Currywurst oder das Mettbrötchen beim Metzger. Aber Vorsicht! Nicht nur, dass diese Gerichte nicht zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung passen, sie machen dich auch müde und träge und beeinflussen die Leistungsfähigkeit. Um den Bürosommer gut zu überstehen empfehlen sich leichte Gerichte. Viel Obst und Gemüse, die neben Vitaminen, Mineralstoffen auch noch Flüssigkeit liefern. Aus Wassermelone, Schafskäse und etwas Minze lässt sich ein leckerer sommerlicher Salat zaubern, der dich fit hält für die 2. Tageshälfte.

Bürosommer

Am besten bereitest du dir dein Essen bereits zu Hause vor. Dann gerätst du gar nicht in Versuchung aus Zeitmangel doch lieber etwas schnelles auf die Hand zu wählen. Mit ein bisschen Vorbereitung am Vorabend oder am Morgen kannst du dir ein gesundes Mittagessen für deinen Bürosommer zubereiten und profitierst dabei von gesunden und frischen Zutaten. Und das Beste ist, du hast dir Zeit gespart! Anstatt in der Schlange in der Kantine oder im Supermarkt zu stehen kannst du die Zeit sinnvoll nutzen und etwas Bewegung in deine Mittagspause zu integrieren. Dies kannst du mit einem kleinen Spaziergang tun oder, wenn es draußen zu heiß ist, einfach ein kleiner Rundgang durchs Büro oder ein paar Bewegungsübungen auf dem Bürostuhl machen.

Tipp 4: Das richtige Arbeitsklima

Für einen leistungsfähigen Arbeitstag ist auch das Raumklima entscheidend. Ist es zu heiß, kann man sich nicht konzentrieren und lässt sich leicht ablenken. Zu kalt darf es allerdings auch nicht sein. Am Besten versucht man an heißen Tagen früher im Büro zu sein. Alle Fenster auf und ordentlich durchlüften. Dann kommt das wichtigste! Fenster geschlossen halten! Bei Bedarf kann um die Mittagszeit noch einmal kurz gelüftet werden. Aber ihr werdet merken, dass die Luft nicht besser wird, sondern wärmer. Auch ein Durchzug fühlt sich nur wie eine Abkühlung an, bewirkt aber auch eher ein Aufheizen der Luft.

Lasst am Besten rechtzeitig alle Jalosien runter, war so dass noch genügend Licht einfällt und ihr entspannt arbeiten könnt aber anderseits sollten sich Fenster und auch der Raum durch die Sonnenstrahlen nicht aufheizen können. Ich weiß noch, dass ich früher eine Kollegin hatte, die partout nicht einsehen wollte, das man im Sommer nicht den ganzen Tag das Fenster auf hat. Die “frische” Luft war ihr lieber als ein kühles Büro! Was ich da Diskussionen führen musste könnt ihr euch nicht vorstellen.

Bürosommer

Außerdem könnt ihr natürlich Ventilatoren verwenden und diese im Büro aufstellen. Jedoch gilt auch hier, dass dabei die Luft nicht abgekühlt sondern nur umgewälzt wird. Es gibt auch kleine Tischventilatoren, die man in den USB-Anschluss stecken kann. Ihr solltet allerdings darauf achten den Ventilator nicht genau auf das Gesicht auszurichten, sondern eher auf den Oberkörper.

Tipp 5: Luftige Kleidung – aber bitte bürotauglich

Der Bürosommer bringt uns auch kleidungstechnisch an unsere Grenzen. Kleiderordnungen im Büro untersagen meist kurze Rücke, Spaghettiträger, Shorts bei Männern oder gar offene Schuhe. Aber was tragen, wenn es solche Regeln gibt? Was ist noch bürotauglich und was eher Freizeitkleidung?

Die Kleidung sollte nicht hauteng anliegen sondern Luft zwischen Kleidung und Haut lassen. Auch sollte man helle Kleidung wählen, denn diese fördert die Wärmeabstrahlung und damit die Schweißverdunstung. Kleidung aus Baumwolle, Leinen oder Seide sind dafür sehr gut geeignet. Jeans hingegen verursachen einen Hitzestau und verhindern die Abkühlung der Haut durch den Schweiß. Röcke sollten im Büro immer bis zum Knie gehen, am Besten das Knie noch verdecken. Bermudashorts für Männer sind im Büro auch weniger gern gesehen. Daher auch hier eher auf eine weite Anzughose oder gar schöne Leinenhose setzen. Wer zu Wassereinlagerungen in den Beinen neigt, sollte hohe Schuhe vermeiden, da durch diese die Durchblutung gestört wird, da die Waden ständig unter Spannung stehen.

Habt ihr auch noch Tipps um gut durch den Bürosommer zu kommen? Teilt sie gerne in den Kommentaren mit den anderen Lesern.

Job: Die MS Beichte

Job

In einigen Fragerunden bei Instagram, habe ich immer wieder gelesen, dass viele von euch sich einen neuen Job wünschen. Einen Job, der Ihnen Spaß macht und in dem sie ganz aufgehen können und ohne Vorurteile und Missverständnissen an ihrem Arbeitsplatz leben können. Viele von euch haben Bedenken wegen der MS. Wie sollte ich damit umgehen? Was wenn man mich fragt ob ich eine chronische Krankheit habe? Wie finde ich als Schwerbehinderter einen neuen Job?

Viele werden jetzt sagen, dass man nicht danach gefragt werden darf. So lange die MS deine Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt ist das auch richtig. Aber viele Firmen, gerade die kleineren machen dies trotzdem. Mir selbst ist es auch schon passiert. Eigentlich hätte ich das Formular gar nicht ausfüllen müssen aber so “naiv” wie man nun mal ist, macht man es trotzdem. Denn man möchte diesen Job, unbedingt! Mein Freund hat mir damals gesagt, wenn du gefragt wirst, dann darfst du “lügen”. Und das tat ich auch!

Nicht alle chronischen Krankheiten beeinträchtigen die Arbeitsleistung und müssen daher nicht angegeben werden

Wer konnte schon ahnen, dass ich gleich in der Probezeit mit einem Schub ausfalle. Ich war so voller Panik, als sich der Schub damals ankündigte, dass ich mir sonst etwas einfallen lies um bloß keinen Verdacht zu erwecken. Es ist ein blödes Gefühl, wenn man sich Geschichten ausdenken oder Ausreden einfallen lassen muss wenn man mal kurzfristig oder auch regelmäßig zum Arzt muss. Gerade wenn man ein gutes kollegiales Verhältnis hat, dann es es wirklich nicht schön immer wieder um den heißen Brei herum zu reden.

Nach meinem zweiten Schub innerhalb eines Jahres bin ich dann endlich mit der Sprache rausgerückt. Anfangs hatte man noch Verständnis und nahm Rücksicht aber das schlug sehr schnell um. Ich hätte nie gedacht, dass man mit so wenig Feingefühl und Verständnis jemandem gegenüber auftreten kann. Ich möchte nicht weiter auf die Details eingehen, denn ich habe rechtzeitig den Absprung geschafft und mir einen neuen Job gesucht. Denn meine Gesundheit hätte mich das nicht weiter mitmachen lassen.

Job

MS-Schub in der Probezeit – was nun?

Ich überlegte lange, wie ich diesmal mit so einem Fragebogen oder mit Fragen über die MS umgehen würde. Und ich entschied mich diese Fragen ehrlich zu beantworten. Denn entweder man stellt mich ein, weil man von meiner Arbeitsleistung und meinen Fähigkeiten überzeugt ist oder man lehnt mich ab, weil man mich nur auf meine Krankheit reduziert. Ich wollte offen damit umgehen um Offenheit von meinem Gegenüber zu erhalten. Sicher ist es nicht einfach, aber ehrlich zu sein hilft einem auch dabei ohne Druck und unbewussten Stress seinem Job nachzugehen. Ich möchte keine Geschichten mehr erzählen warum ich alle 3 Monate früher weg muss weil ich einen Termin beim Neuro habe. Oder mich zu rechtfertigen wenn ich länger ausfalle.

Diesmal wurde ich allerdings nicht gefragt! Ich überlegte lange ob ich es meinem neuen Chef erzähle. Oder ob ich mit meinen direkten Kollegen im Team darüber rede. Noch in der Probezeit entschied ich mich die Karten auf den Tisch zu legen und das Gespräch mit meinem Chef zu suchen. Natürlich hatten einige meiner Kollegen bei der Personensuche im Web schon meinen Blog gefunden und ich wollte nicht, dass irgendwelche Gerüchte aufkommen. Also ging ich zu ihm und erzählte ihm alles. Er bedankte sich, dass ich so offen und ehrlich war und sagte mir auch, dass ich zu ihm kommen soll, sollte ich Unterstützung brauchen. Es war ein gutes Gespräch und ich bin froh diesen Schritt gegangen zu sein. Zwar musste ich bis jetzt noch keine Hilfe oder Unterstützung in Anspruch nehmen. Aber es ist gut zu wissen, dass es möglich ist und das er die Gründe dafür kennt.

Mit Offenheit erhält man am meisten Unterstützung durch den Chef und Kollegen

Auch jetzt befinde ich mich wieder auf Jobsuche. Ich weiß, dass ich auch diesmal offen und ehrlich damit umgehen will, wenn ich danach gefragt werde. Oder zumindest das Gespräch suchen werde, wenn es in eine Situation kommt, bei der ich mir eigentlich eine Ausrede einfallen lassen müsste. Ich glaube fest daran, dass man mit Ehrlichkeit und Offenheit über seine Krankheit besser fährt und auch eher Akzeptanz und Rücksicht erhält. Wenn man bspw. mit Konzentrationsschwäche Probleme hat, ist es wichtig, dass der Kollege oder Chef bescheid weiß und dich unterstützen kann.

Job

Auch in meinem Job den ich in der Zeit der Diagnose hatte, waren meine Kollegen und auch meine Chefin sehr verständnisvoll. Sie haben mir Zeit gegeben und waren sehr Einfühlsam. Gerade meine Chefin war mir in der ersten Zeit eine sehr gute Stütze. Mit Ihr habe ich in den ersten Tagen der ganzen Test und Diagnosefindung sehr oft telefoniert. Erst wusste ich nicht wie es weiter gehen wird. Ob meine Kollegen damit umgehen können. Aber alle waren super lieb und Hilfsbereit. Und sie haben mir Zeit gegeben das alles zu verarbeiten und mich nicht gleich in eine Schublade gesteckt.

Ich möchte in der Arbeitswelt nicht auf meine MS reduziert werden!

Zu meiner damaligen Chefin habe ich heute noch ein sehr gutes Verhältnis. Ich habe ihr viel erzählt und sie weiß auch viel über meine Höhen und Tiefen mit der MS. Um so toller finde ich es, dass Sie mich immer mal wieder fragt wie es jobtechnisch aussieht. Vor allem dann, wenn sie mal wieder eine freie Stelle haben. Trotz MS stehe ich mit meiner Arbeitsleistung dort hoch im Kurs. Und genau das ist es was ich will!

Wie handhabt ihr das Geständnis MS zu haben im Job? Seid ihr schon mal in einer blöden Situation gewesen und musstet euch eine Ausrede einfallen lassen weil die Firma nichts von der MS weiß?

Es gibt immer wieder mal Fragen zum Thema MS im Job. Daher möchte ich eine neue Serie starten und Interviews mit Personalern, Recruitern und Unternehmen veröffentlichen. Auch einen Beitrag von einem Rechtsanwalt zum Thema Rechte Schwerbehinderter möchte ich gerne veröffentlichen. Habt ihr Ideen oder Themen, die euch in diesem Bereich interessieren? Dann schreibt mir gerne einen Kommentar oder eine Email an Jule [at] fitnessfoodundms.de