Kann Dr. Google helfen?

Dr. Google

[Werbung] in Kooperation mit Merck

Als mich vor ein paar Wochen die Firma Merck kontaktierte und Interesse an einer Kooperation mit meinem Blog hatte, musste ich nicht lange überlegen. Es ist wichtig, dass wir viele Unterstützer finden, die unsere Projekte nach vorne bringen und uns dabei helfen, mehr für die Aufklärung über Multiple Sklerose zu erreichen. Daher habe ich diese Kooperation mit Freude angenommen und komme heute zu einem sehr interessanten Thema: “Kann Dr. Google helfen?”

Auf der Website Leben mit MS habe ich einen Interessanten Beitrag entdeckt in dem es um Dr. Google geht. Und natürlich habe ich auch meine Erfahrungen damit gemacht. Gerade als ich damals meine Diagnose bekommen habe, bzw. in der Zeit als sie wie eine Wolke über mit schwebte aber noch nicht konkret war. Ich wollte mich darauf vorbereiten, was es für mich bedeutet, dass ich Multiple Sklerose habe. Und auch vor dieser Zeit habe ich einige Male Dr. Google um Hilfe gebeten. Aber geholfen hat es mir oft nicht, denn wie oft wurde mir eine unheilbare Krankheit oder gar ein tödlicher Tumor bei meinen Recherchen angehängt.

Warum ich Dr. Google meinen Blog zu verdanken habe!

Ich habe damals über Dr. Google viele Horrorgeschichten zu Multiple Sklerose gefunden, viele Angst einflößende Forumdiskussionen und andere schreckliche Berichte. Auch zu den Medikamenten habe ich viel Negatives gelesen. Bis ich schließlich den Laptop zuklappte und mir stattdessen ein Fachbuch bestellte. Dr. Google war bei mir der Auslöser, anderen von MS Betroffenen Mut zu machen, positive Geschichten zu erzählen und zu versuchen, eine positive Einstellung zu vermitteln. Und genau das versuche ich heute mit meinem Blog FITNESS · FOOD & MS umzusetzen.

Dr. Google

Wir leben heute im digitalen Zeitalter. Immer und überall stehen Informationen zum Abruf bereit. Es ist so einfach, an Informationen zu gelangen, die man sucht und das von zu Hause, auf der Arbeit, in der Bahn oder sogar auf dem Klo. Traurig ist allerdings, dass man auf einem Termin beim Facharzt fast 3 Monate warten muss. (Bei mir waren es sogar mal 6 Monate!) Warum nicht einfach im Netz nach Hilfe suchen und Dr. Google fragen?

41 Millionen Suchanfragen zu Gesundheitsthemen in 2016!

Gibt man den Suchbegriff “Multiple Sklerose” bei Google ein, erhält man in 0,39 Sekunden ca. 3.250.000 Ergebnisse! Ist das nicht Wahnsinn? Der Begriff Multiple Sklerose wird alleine in Deutschland 75.000 mal pro Monat bei Google eingegeben. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass wir immer mehr dazu neigen, uns Informationen selbst zu beschaffen. Vielleicht haben wir einen kompetenten Arzt, dem wir auch vertrauen, aber wir wollen es vielleicht noch genauer wissen und die begrenze Zeit, die wir mit unserem Arzt haben, lässt es nicht zu, all unsere Fragen zu klären. Vielleicht fallen einem gerade auch nicht alle wichtigen Themen ein, wenn man bei einem Termin ist. Ist es dann nicht einfacher, Dr. Google abends vom Sofa aus zu Rate zu ziehen? Zwar dient Dr. Google in den meisten Fällen nur als Vermittler, denn die Informationsflut kommt aus unterschiedlichsten Quellen.

Nachdem ich für meine Recherchen auch Dr. Google bemüht habe, sind mir die Fragen aufgefallen, die im Zusammenhang mit Multiple Sklerose von den Nutzern gestellt wurden. (siehe Bild unten) Ich war doch etwas erschrocken über die ein oder andere Frage. Diese lässt mich stark darüber nachdenken, was die Ärzte ihren Patienten eigentlich nach so einer Diagnose mitgeben? Bei mir waren die Informationen ebenfalls sehr dürftig. Ich hätte mich gefreut eine Broschüre mit nach Hause zu bekommen, die alles Wichtige enthält und mit Informationen wohin ich mich auch persönlich wenden kann. Da wundert es mich nicht, dass wir immer öfter Dr. Google befragen und uns dort Hilfe suchen.

Sind die Zielseiten bei Dr. Google vertrauenswürdig, wenn es um Gesundheitsfragen geht?

Dr. Google

Aber zurück zu den Fragen. Ich muss sagen, bei 80% der Fällen landet man auf seriösen Seiten. Unter anderem bei der DMSG, Leben mit MS, Amsel, und Neurologen und Psychiater im Netz. Doch auch einige Zielseiten sind dabei, bei denen man keine Angaben zu Quellen oder gar ein aussagekräftiges Impressum findet. Hier ist immer Vorsicht geboten. Lieber noch einmal eine Seite mehr angeschaut um sich abzusichern, als durch eine unseriöse Quelle in Angst und Panik zu verfallen oder gar den Arztbesuch ausfallen lassen.

In dem Video zu den MS-Infotagen 2018 von der Firma Merck gibt es viele interessante Informationen, wie man mit Dr. Google umgehen sollte. Nützliche Tipps auf was ihr bei den Websites achten solltet, um die Informationen und deren Kompetenz richtig einschätzen zu können. Es gibt bestimmte Gütesiegel, die auf den Informationsgehalt hinweisen. Außerdem ist es auch wichtig, auf die Aktualität der Seiten und Beiträge zu achten. Gerade die Medizin erlebt so einen schnellen Fortschritt, da ist es besonders wichtig auf aktuelle Berichte zurückzugreifen.

Erschreckende Gesundheitskompetenz bei jungen Erwachsenen

Das erschreckendste aus dem Beitrag ist für mich, dass so viele Grundkenntnisse in Gesundheitsfragen bei den jungen Erwachsenen fehlen. 49 Prozent haben eine problematische, 17 Prozent sogar eine ungeeignete Gesundheitskompetenz. Nur 34 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland haben eine ausreichende Gesundheitskompetenz. Dies wurde durch eine international vergleichbare, wissenschaftliche Standard-Erhebung (Health Literacy Survey) herausgefunden. (Quelle: Stada)

Wie sieht es bei euch aus? Wie schätzt ihr euer Gesundheitswissen ein? Mit dem Health-Checker könnt ihr eure Gesundheitskompetenz überprüfen. Postet eure Ergebnisse gerne unten als Kommentar. Bei mir waren es 77%, die ich richtig beantwortet habe. Aber ich habe bei diesem Test auch etwas dazugelernt, was ich vorher nicht wusste. Probiert es mal aus.

Ich kann euch das Video von Leben mit MS zum Thema Dr. Google nur empfehlen. Die Zeit ist wirklich gut investiert. Auch die anderen Videos auf dem YouTube Kanal von Leben mit MS sind sehr interessant und es gibt viele tolle Themen zu entdecken.

Wie seht ihr das? Wie kann man uns Betroffene im digitalen Zeitalter besser abholen? Helfen Plattformen wie Leben mit MS, DMSG, AMSEL, Trotz MS dabei Gesundheitsrelevante Fragen zu klären? Greift ihr oft auf solche Quellen zurück oder fragt ihr lieber Dr. Google und seht was rauskommt? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

Konzentrationsschwäche

Konzentrationsschwäche

Da sitze ich nun, vor einem leeren Beitrag für meinen Blog, dabei wusste ich eben noch über was ich unbedingt schreiben wollte, wie mein Beitrag aufgebaut sein soll und wo ich mir noch ein paar Informationen zusammen suchen wollte. Ich habe wieder eine Phase von Konzentrationsschwäche. Ein Moment, in dem mich jedes kleine Geräusch ablenkt, mir so viele andere Dinge durch den Kopf gehen, nur nicht das worauf ich mich nun konzentrieren sollte.

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Erfahrungsbericht MS Therapie

tysabri

Einen neuen Beitrag der Serie “MS Therapie” gibt es heute für euch. Sarah berichtet von Ihren Erfahrungen mit Natalizumab. Danke liebe Sarah, dass du dir die Zeit nimmst meinen Lesern einige Infos zur Basistherapie mit Natalizumab zu geben.

MS Therapie: Natalizumab

Mein Name ist Sarah, ich bin 24 Jahre alt und habe die Diagnose MS vor einem Jahr bekommen um genau zu sagen am 23.09.2017.

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Endlich Hormonfrei!

Der Körper in Balance

Beeinflussen die Hormone der Antibabypille den Verlauf der MS?

Dieses Thema liegt mir schon lange am Herzen. Ich habe schon sehr oft darüber nachgedacht, hormonfrei zu leben. Vor ca. 3 Jahren bin ich bereits von der Antibabypille auf den Nuvaring umgestiegen. Es war wirklich eine Erleichterung nicht jeden Tag an die Pille denken zu müssen. Aber ich wollte endgültig weg von den Hormonen und habe lange nach einer Alternative gesucht.

Jetzt, da ich 3 mal wöchentlich Copaxone nehme, bin ich froh, dass ich nicht noch täglich an die Einnahme der Pille denken muss. Mit dem Nuvaring war es eigentlich ganz easy. Es gibt eine App, die dich an das Einsetzen und Entfernen des Rings erinnert. Das hat super funktioniert. Und wenn man mal einen Monat an die “Einnahme” ranhängen wollte, so war es kein Problem die App umzustellen. Alles in allem war ich ganz zufrieden mit der Handhabung und der Einfachheit. Neben den Hormonen stört mich nur der hohe Preis.

Jetzt aber habe ich mich entschieden meinem Körper nicht mehr als nötig zuzumuten. Mit der Einnahme von Copaxone ist mein Körper schon genug gestraft und ich möchte einfach wieder ins Gleichgewicht kommen.

Kleiner Exkurs: Forscher haben festgestellt, dass die Einnahme der Antibabypille das Risiko einer Erkrankung an MS um ca. 40 Prozent senken kann. Verantwortlich dafür sollen die enthaltenden Östrogene sein, die den Verlauf und die Entstehung der Krankheit verzögern können. Auch in verschiedenen Studien wird aufgezeigt, dass Schwangere weniger Schübe bekommen, bzw. die MS in dieser Zeit weniger schwer verläuft.

Jedoch sollte man diese Thesen mit Vorsicht betrachten. Trotz dass, das Hormon Östrogen bei Frauen häufiger vorkommt als bei Männern, erkranken Frauen häufiger an MS als Männer.
(Quelle: www.amsel.de)

Wie sollen die Hormone meine MS beeinflussen?

Ich sage mal so, trotz dass ich seit meinem 16. Lebensjahr die Pille nehme, bin ich doch an MS erkrankt. Da ich auch von einigen Frauen gehört habe, die während der Schwangerschaft einen Schub hatten, möchte ich mich nicht auf irgendwelche Studien verlassen und meinem Körper die Chance geben, selbst die Erfahrungen zu machen.

Seit Ende September nehme ich nun keine Hormone mehr. Mir ist bewusst, dass ich erst mal mit Pickeln, Haarausfall und Kopfschmerzen zu kämpfen haben werde, doch das ist mir mein Körper wert. Ich bin gespannt wie mein Körper auf das hormonfreie Leben reagieren wird und werde euch mit einem Update auf dem Laufenden halten.

Wie sind eure Erfahrungen mit MS und Hormonen?