Fatigue ist eines der häufigsten Symptome bei MS. Die erhöhte Erschöpfbarkeit ist nicht gleichzusetzen mit der Müdigkeit oder Erschöpfung, wie sie gesunde Menschen kennen. Schwere Arme und Beine, Konzentrationsschwierigkeiten und Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis können in Folge von Fatigue auftreten. Im Laufe des Tages wird das Gefühl von Schwäche und Müdigkeit immer stärker und belastet die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sehr.

Oft ziehen sich die Betroffenen aus ihrem sozialen Umfeld zurück, da viele diesen Zustand nicht nachvollziehen können. Erklärungsnot und auch die Rechtfertigung für den eigenen Leidensweg belasten die Betroffenen zusätzlich.

Symptome der Fatigue
  • Andauernder Zustand von erdrückender Müdigkeit
  • Antriebs- und Energiemangel
  • wird durch Belastung und im Tagesverlauf stärker
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Begleiterscheinungen: Kopf-, Hals-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Darmbeschwerden und evtl. ein Gefühl von Grippe und/oder Schwindel

Fatigue entwickelt sich meist aufgrund einer Grunderkrankung, wie bspw. Multiple Sklerose oder auch bei Krebspatienten während einer Chemotherapie. Wie genau Fatigue entsteht und wie sie beeinflusst wird, ist heute noch nicht vollkommen erforscht.

Bei Patienten mit Multiple Sklerose könnte die geschädigte Nervensubstanz verantwortlich sein.

Therapiemöglichkeiten

Es gibt medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieansätze. Da die Medikamente meist nicht helfen, werden folgende „Therapiemaßnahmen“ empfohlen:

  • Hitze vermeiden, da sich dadurch die Symptome verstärken können
  • Regelmäßige Ruhepausen einlegen
  • Regelmäßige, körperliche Aktivität (Sport – Ausdauersport)
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2-3 Liter täglich)

Wie man mit der Fatigue umgehen soll, muss jeder individuell für sich herausfinden. So individuell wie die Menschen sind, so ist es auch die MS. Außerdem ist es wichtig einen offenen Umgang mit der Fatigue zu pflegen, da sich das Umfeld dann besser auf die Situation einstellen kann und keine falschen Schlüsse zieht, denn Fatigue ist keinesfalls ein Anzeichen für Faulheit!

Höre auf deinen Körper und nimm dir nicht zu viel vor. Plane genügend Ruhepausen in deinen Alltag ein! Achte genau auf die Hochs und Tiefs in deinem Tagesverlauf und verteile deine Aufgaben entsprechend auf die Zeiten, an denen es dir am leichtesten fällt.

Verzichte nicht auf Sport! Sportliches Training hilft dir dabei beweglich zu bleiben und stärkt deine Muskeln. Außerdem fördert es die Ausschüttung neurotropher Faktoren, welche die Regeneration der Nerven unterstützen. Und das wichtigste – Sport macht Spaß!

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle in der Therapie gegen Fatigue. Manche Lebensmittel machen einfach müde und träge noch dazu. Daher solltest du auf eine Ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten, mit Vollkornprodukten, Ballaststoffen, Obst und Gemüse.

 

(Quellen: Omeda, DMSG)

 

 

 

 

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